Die Wochenschau

Freie Fahrt voraus

Fietes Reise-Journal


Hier sehen Sie Fietes aktuellen Reisebericht...

Leser gewinnt ein Jahr im WochenSchau-Fiat
(Flensburg) „Ich freue mich riesig und bin schon ganz gespannt, was es alles zu entdecken gibt!“ Das sagt Torre Groeneveld – er hatte die Nase vorn beim WochenSchau am Sonntag-Wettbewerb. Es ging um ein Jahr Auto-Fahren im brandneuen Fiat 500. Einzige Bedingung: Der Glückspilz wird in loser Folge interessante, spannende oder einfach nur schöne Momente von seinen Touren zwischen Nord- und Ostsee in der WochenSchau mit unseren Lesern teilen.
Dafür ist der Pädagoge aus Flensburg auch genau der Richtige. Denn bisher war der 39-Jährige mangels Auto auf Fahrradfahrten in die Flensburger Umgebung beschränkt.

„Ich freue mich auf die Begegnungen!“
Jetzt steht ihm die ganze Vielfalt des Nordens offen: Gleich am Tag der Übergabe fuhr Groeneveld nach Husum, besuchte seine Familie und lud Bruder und Nichten zur kleinen Spritztour an der Nordsee ein. Und testete dabei auch gleich schon einmal den Fiat 500 auf dessen Reisetauglichkeit – „da passt mehr ’rein, als man denkt!“, sagt er vom Kofferraum des Italieners. In 2012 will Torre Groeneveld viel entdecken in Schleswig-Holstein. Die Lieblingsorte seiner Freunde zum Beispiel und Stellen, die ihn selbst reizen: Da wären die Klappbrücke in Kappeln oder die Deiche an Nordfrieslands Küste, die Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal, Veranstaltungen und Festivals wie die JazzBaltica und vieles mehr. „Einfach überall hin, wo es schön ist“, sagt er. Und natürlich will er vor allem eines – Waschechte Schleswig-Holsteiner treffen und kennen lernen. „Ich freue mich auf die Begegnungen!“

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Begegnung mit dem Weihnachtswichtel"


Im Weihnachtsdorf Wanderup gab es am 1. Adventswochenende für Fiete viel zu entdecken, sogar den Weihnachtsmann! Und an 20 Veranstaltungsorten im liebevoll geschmückten Dorf boten die Wanderuper außerdem Kulinarisches, Kunst und Unterhaltung für Groß und Klein. 

Erstmals war in diesem Jahr auch ein lustiger Wichtel auf zwei Beinen unterwegs, der begleitet von zwei hübschen Engeln die diesjährigen kleinen Wichteline-Figuren unter die zahlreichen Besucher brachte. Für die Kinderhospizdienste in Schleswig-Holstein kamen so sicherlich wieder über 10 000 Euro an Spenden zusammen. Fiete meint: „Fantastisch!“

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Fiete und die Schwertkämpfer"


Handewitt - Am 27. und 28. Oktober fand in der Reithalle in Handewitt ein Herbstmarkt der besonderen Art statt. Unter dem Motto „Kunst, Genuss und Spirit“ hatte Organisatorin Marie-Anka Jahnke unter der Schirmherrschaft des Kulturrings Handewitt rund 20 Aussteller zusammengebracht,  die von der mittelalterlichen Garderobe bis zum modernen Holzspielzeug, von der Duftseife bis zum chemiefreien Tierfutter, von phantasievollen Geschichten bis zum Naturschmuck und von der frisch geräucherten Forelle bis zu alternativen Heilpraktiken eine  bunte Angebotspalette ausbreiteten.

Trotz der kalten Witterung kamen viele Besucher und genossen bei einer Tasse Punsch oder einer Schüssel Rübenmus die freundliche Atmosphäre. 

Manch einer fand ein außergewöhnliches Geschenk oder ließ sich mitgebrachte Messer fachgerecht schleifen. Das Beiprogramm  für Kinder sowie Musik, Sportshow und  Versteigerungen trugen  zum  gelungenen Markt bei. 

Was mich, Torre, besonders anzog, waren die eindrucksvollen Darbietungen der Schwertschaukämpfer, dargeboten von Flensburger Mitgliedern der „Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf“. 

Sascha, dessen ganze Familie sowohl diesem faszinierenden Sport als auch dem mittelalterlichen Hintergrund verfallen ist, zeigte mir , wie man einen Angriff von vorn pariert. So konnte ich Fiete, der sich neugierig vor die Halle geschlichen hatte, angemessen verteidigen!

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Fiete verschwindet im Maislabyrinth"



Steinberg - Aus der Luft gesehen ergeben die Wege im Mais ein riesiges Schwein. Doch wer sich wie Fiete und Torre neulich auf die Suche nach den fünf Stempeln begibt, für den sehen alle Wege gleich aus.

„Wir suchen jetzt schon seit einer Stunde nach dem verflixten letzten Stempel“, gab ein Pärchen aus Westfalen amüsiert zu, während eine Kindergeburtstagsgesellschaft voller Eifer an uns vorbei tobte. Mit der Unterstützung von drei jungen, ortskundigen Damen war für uns der letzte Stempel nach achtzehn Minuten gefunden - Schwein gehabt. Jetzt ist die Saison erst einmal vorbei, doch auch im nächsten Jahr wird Jörg Lempelius mit seinem Maislabyrinth wieder ein „biologisch abbaubares Freizeitvergnügen für die ganze Familie“ bieten.  Nur wie das Labyrinth 2013 aussehen wird, das wird nicht verraten.

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Fiete beim Feuerwerk über der Förde"


Kollund/Glücksburg - Sommerabend an der Förde, das letzte Tageslicht erlischt und vom anderen Ufer weht Musik herüber. An der Wasserkante haben sich Menschen eingefunden und blicken erwartungsvoll über die Wasserfläche. Auch Fiete ist da, um aus der Ferne das Feuerwerk zu erleben, mit dem das Glücksburger Strandmeilenfest zuende geht. Schon entstehen leuchtende Figuren am Himmel. Bunte Blumen, goldene Glocken und strahlende Sterne wechseln einander ab. 

Erst einen Moment später ertönen die dazugehörigen Feuerwerksknaller. Auch wenn die Musik nur schwach und zeitverzögert zu hören ist, erfreut sich das Auge doch an den tanzenden Lichtern am Himmel. Dass Fiete nicht der einzige Romantiker vor Ort war, zeigte der anschließende Stau bis Krusau.

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Wochenschau-Flitzer auf den Matjestagen"



Der kleine Fiete  sagt  „Husum ahoi“

Husum - Anlässlich der Matjestage tummelten sich am Wochenende zahlreiche Besucher auf der Husumer Hafenmeile. 

Selbst Fiete mischte sich unter die Leute und ließ sich von der fröhlichen Stimmung anstecken. Das umfangreiche Programm, das die Interessengemeinschaft Husumer Hafen (IGHH) erstmals in Eigenregie auf die Beine gestellt hatte, überzeugte von der Matjesverkostung über Mitmachaktionen für Kinder und Straßenunterhaltung bis hin zur fast durchgehend gebotenen Live-Musik.   

Das vielseitige musikalische Rahmenprogramm von Shanty bis Soul auf den beiden Bühnen sorgte für eine angenehme Atmosphäre, die sowohl Besucher als auch Einheimische genossen. Unter dem Motto „Too yang to die, too ying  für´n Rock´n´Roll“ verbreitete am Sonntag die Gruppe „Crazy Horst“ beste Laune. Die  akustische Musik ging direkt in die Beine und die deutschen Texte voller Sprachwitz entpuppten sich als echter Ohrenschmaus. 

Fiete und ich gratulieren Husum zu diesem tollen Fest mit Wohlfühlatmosphäre.

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Kräftemessen auf dem Scheersberg"


Scheersberg - Allein das Wort Scheersbergfest zaubert Eingeweihten glänzende Augen und ein Lächeln ins Gesicht.

Warum? Das konnten Fiete und ich am vergangenen Wochenende selbst erfahren. Rund 900 Teilnehmer zwischen zehn und vierzehn Jahren maßen sich voller Elan beim größten Sportfest der Region drei Tage lang im sportlichen Wettkampf. Gerade die Möglichkeit, neben Fußball, Handball oder Turnen auch mit einer Völkerballmannschaft anzutreten und sich beim Wimpelturnier in Sprint, Weitsprung und Ballwurf zu erproben, macht dieses Fest so beliebt.

„Das Scheersbergfest bildet für viele Kinder und Betreuer den Höhepunkt im Vereinsleben. Es macht Freude, daran teilzunehmen und gibt wieder neue Impulse für die Arbeit im Verein“, ist Jugendhof-Leiter Hartmut Piekatz überzeugt.

Vor allem bei den Wettbewerben im Staffellauf und Tauziehen, bei denen die Akteure auf dem Platz ausgiebig angefeuert wurden, war die besondere Stimmung des Zeltlager-Sportfestes zu spüren.

Beim Tauziehen hat Fiete übrigens selbst mitgemacht, allerdings war er für die spontan gebildete Mannschaft ein leichter Gegner. Die Jungs und Mädchen zogen ihn vor den versammelten Sportfestteilnehmern locker über die halbe Wiese. 

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Erlebnisreiche Pfingsttage auf Amrum"

 

Dagebüll - Mole um 7 Uhr. Frische Luft, warme Sonnenstrahlen, ein fast windstiller Morgen. Schon jetzt verspricht der wolkenlose Himmel einen herrlichen Tag. Der Urlaub kann beginnen!

Auf dem spiegelglattem Wasser gleitet das Schiff, das Fiete und mich heute auf die Insel Amrum bringen wird, an uns vorüber in den Hafen. Es ist die „Uthlande“, eine der beiden neuen Fähren der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.). Und von der Mole beobachte ich, wie sie elegant und präzise andockt, bevor wir selbst an Bord rollen. 

„Dass das Manövrieren in der engen Hafeneinfahrt so problemlos funktioniert, ist einer der Vorteile der flexiblen Antriebstechnik des Schiffes“, erklärt mir der 30 Jahre junge Kapitän Jan Erpenbeck auf der Brücke. „Außerdem hat das Schiff einen sehr geringeren Tiefgang. Das hält den Kraftstoffverbrauch in Grenzen und ermöglicht die Einhaltung des Fahrplans auch bei sehr niedrigen Wasserständen.“ 

Während wir uns noch unterhalten, kommt schon der Amrumer Leuchtturm in Sicht. Dieses weithin sichtbare Wahrzeichen der Insel ist ein absolutes Muss – sowohl als Fotomotiv (mit Fiete natürlich) als auch als Aussichtspunkt über Dünen, Strand und Inselwelt. 

Überall auf der Insel herrscht in diesen Tagen eine lebendige Stimmung. Auf dem Waldweg in Süddorf laufen rund 400 gutgelaunte Teilnehmer des diesjährigen Mukolaufs (Sponsorenlauf des Mukoviszidose e.V.) an den Spaziergängern und Radlern vorüber, welche die Läufer enthusiastisch anfeuern. Zwischen Norddorf und der Nachbarinsel Föhr erleben Wattwanderer barfuß die endlose Weite des Weltnaturerbes Wattenmeer. In der Kniepsandhalle feiern Einheimische und Gäste des nachts zu Discosound. Und beim Mühlenfest in Nebel begeistern die feierlich herausgeputzten Nachwuchs-Tänzerinnen der Amrumer Trachtengruppe Besucher und stolze Eltern gleichermaßen.  

Was gehört sonst noch unbedingt zu einem Amrum-Aufenthalt?

Für ein Pärchen aus Bremen sind es frische Krabben, die sie sich morgens am „Steuerhaus No1“ auf der Steenodder Mole kaufen. Fischer Andreas Thaden kocht sie direkt an Bord seines Kutters, selbstverständlich in Nordseewasser. Und wenn nötig, erklärt seine Frau den versammelten Kunden gerne, wie man die Krabben fachgerecht pult. „Köpfchen anheben,  leicht drehen und lösen, dann den Schwanz fest anfassen und abziehen.“ Mmh, lecker!

Ob Naturerlebnis, Strandvergnügen oder Kultur und Unterhaltung – für mich ist Amrum der ideale Erholungsort zu jeder Jahreszeit. Und Fiete sieht das jetzt genauso!

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Rendezvous im Zirkus Charles Knie"

Flensburg - Fiete, unser WochenSchau-FIAT, und ich hatten vor kurzem das Vergnügen einer ganz besonderen Begegnung: Sie ist 43 Jahre alt, etwa vier Tonnen schwer, äußerst kontaktfreudig und arbeitet im Zirkus.

Elefantendame „Baby“ begrüßte Fiete mit einem freundlichen „Fußgeben“ und auch ich wurde von ihr herzlich empfangen. Sie streckte mir zärtlich den Rüssel entgegen, den ich sanft berührte. Das war ein ungeheuer inniger Moment, der mir auf Anhieb verständlich machte, wie Elvis Errani seine drei Elefanten ausschließlich mit gesprochenen Kommandos und Gesten durch die Manege dirigieren kann.

Die hervorragende Dressurdarbietung, die ich während der Vorstellung erlebte, wurde in Monte Carlo mit einem Clown ausgezeichnet. Als regelmäßiger Zirkusbesucher kann ich diese Vorstellung wärmstens weiterempfehlen.

Internationale Artisten zeigen eindrucksvolle Kunststücke am Flugtrapez, Hand-in-Hand, auf Rollen, an Seidentüchern oder mit Keulen und Bumerangs. Trabende Minipferde, hochspringende Lamas, Walzer tanzende Friesen (Pferde!) und etliche weitere Tiere bevölkern die Manege. Puppen erwachen zum Leben. Und der liebenswerte Clown André stellt sich fantasievoll den Herausforderungen des alltäglichen Lebens...

Der Zirkus Charles Knie präsentiert wunderbare Tierdressuren, spektakuläre Akrobatik, temperamentvolle Tanzeinlagen und charmante Clownerie in zeitgemäßer Choreographie; all das wohldosiert und farbenprächtig ausgeleuchtet sowie vom grandiosen Live-Orchester perfekt begleitet.

Mit seinem Gesamtkonzept spricht Zirkusdirektor Sascha Melnjak, der den Zirkus seit 2007 zum beliebtesten Groß-Zirkus in Europa gemacht hat, kleine und große Leute an - und alle Menschen dazwischen.

Bei dieser rundum erstklassigen Zirkus-Show fällt es mir gar nicht leicht, einen persönlichen Höhepunkt zu nennen. Allerdings, da wäre noch die sympathische Hula-Hoop-Artistin Priscilla, die sich von mir auf Fietes Dach helfen ließ, damit auch er einen bleibenden Eindruck von der Show gewinnen konnte...

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

"Fiete und die Biker"

Husum - Am Ostersonntag nutzten Fiete und Torre den strahlenden Sonnenschein für einen Ausflug nach Husum - genau wie einige Hundert Biker.

Ein bunter Corso von Motorrädern eroberte unter dröhnendem Brummen und mit melodiösen Hupkonzerten die Innenstadt, bevor nun schon zum 28. Mal der Motorradgottesdienst einschließlich einer Trauung stattfinden konnte.

Als weiterer Treffpunkt diente den Motorradfans der Motorrad-Flohmarkt im Gewerbegebiet Ost (Christiansen Zweiradsport), wo u.a. rasante Roller-Rennen auf dem Programm standen. Dort fand auch so manche chromblitzende Höllenmaschine ihre Bewunderer.

Was Fiete allerdings besonders beeindruckte, waren die knatternden Mini-Motorräder.

Mit Fiete unterwegs: Torre Groeneveld

„Fährmann, hol über!“

Flensburg / Missunde - Neulich erkundeten Fiete und ich die wellige Landschaft an der Schlei, wo Fiete sich auf den kleinen, kurvenreichen Straßen so richtig austoben und seine Wendigkeit beweisen konnte. 

Ich genoss in Ulsnis ein Stück frische Torte im Café Krog, das ich zufällig entdeckt hatte und das regelmäßiger Drehort für den „Landarzt“ ist.

Aus dem Fenster hatte man bereits einen tollen Blick auf die ruhige Wasserfläche der Schlei und bei einem Spaziergang am Strand grüßte das andere Ufer.  

Darum setzten Fiete und ich mit der Fähre über auf die Schwansener Seite. Das war natürlich ein Erlebnis, denn Fiete fuhr ja zum ersten Mal auf einem Schiff. Ganz anders als Fährmann Holger Konitz: Seit zehn Jahren ist die Seilzugfähre zwischen Brodersby und Missunde sein Arbeitsplatz. „Den ganzen Tag in einem Büro sitzen, das könnte ich nicht aushalten“, sagt der gelernte Hochseefischer von sich. Stattdessen pendelt er (oder einer seiner beiden Kollegen) täglich unzählige Male zwischen den beiden Ufern hin und her. Die Überfahrt an der etwa 150m schmalen Enge dauert tatsächlich nur wenige Augenblicke, weshalb auch viele Pendler diesen Weg nutzen. „Noch geht es flott, doch im Sommer, wenn die Segler die Schlei bevölkern, kann es schon mal eng werden.“   

Mit Fiete unterwegs

... diesmal in Angeln

Es gibt viele FIAT 500, aber der leuchtend weiße von der WochenSchau, also Fiete, der ist einmalig! Allein schon wie er sich mit einer Engelsgeduld und souverän strahlend von allen Seiten fotografieren lässt - Fiete in der Parkbucht, Fiete auf der Landstraße, Fiete vor dem Bismackturm ...

Apropos Bismarckturm.
Wir waren gerade auf der B199 von Flensburg in Richtung Kappeln unterwegs, da stand dieser Turm auf einmal so einladend im Sonnenlicht. Also nichts wie abgebogen, Fiete geparkt und – oh, nein – abgeschlossen. Zum Glück entdeckte ich an der Tür das Schild mit der Nachricht, dass der Schlüssel gegenüber im Fitness Center zu bekommen sei. Und was für ein Schlüssel, runde 20 cm lang! Eckhard Szidat, der ihn immer für die Besucher bereithält, versicherte mir, es sei tatsächlich noch der Originalschlüssel des 1903 fertiggestellten Turmes. 

Während Fiete unten warten musste, erklomm ich die zahlreichen Stufen und genoss von der Aussichtsplattform den wirklich fantastischen Rundblick über die Angelner Landschaft, die Flensburger Förde und bis nach Sonderburg in Dänemark. 

Und außerdem lernte ich aus der Broschüre ein wenig über die Geschichte des Turmes:
Der Querner Bismarckturm wurde nämlich zu Ehren Otto von Bismarcks (1815-1898) errichtet. Und zwar auf Initiative einiger lokaler Persönlichkeiten, die bereits 1899 mit der Planung begannen und den Bau schließlich durch Spendengelder finanzieren konnten. 373 Namenssteine zeugen von der großen Spendenbereitschaft der damaligen Bevölkerung. Insbesondere nach dem Tode Bismarcks entwickelte sich offenbar ein regelrechter Kult um die Person des ersten Reichskanzlers. Denn immerhin 240(!) Bismarcktürme wurden zwischen 1869 und 1934 gebaut. 173 sind heute noch erhalten, davon 146 in Deutschland.

Wieder unten angekommen, war natürlich Fiete dran. Ich brachte ihn direkt vor den Turm. Und als ich gerade dabei war, ihn im besten Licht zu fotografieren, wehten auf einmal ganz harmonische Gesänge aus den Gebäuden der Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg herüber. Mensch, dachte ich, vielleicht wird das ein Gruppenbild mit Chor. Ich glaube, Fiete hätte sich auch gefreut, aber der Haufen Chorleiter aus ganz Schleswig-Holstein musste erst einmal zum gemeinsamen Mittagessen. Ich tröstete Fiete damit, dass er den Turmschlüssel am Rückspiegel tragen durfte.

Heute ist der Querner Bismarckturm auf dem 70m hohen Scheersberg übrigens im Besitz des Kreises Schleswig-Flensburg und wird von einem Turmausschuss ehrenamtlich verwaltet. Die jährlichen Unterhaltskosten sind enorm, doch die Kassen sind leer und allein durch das Eintrittsgeld in Höhe von 1,- Euro pro Person lässt sich der Turm, so Szidat, nicht instand halten.

Schade, denn es tropft durchs Dach, so dass sich auf der hölzernen Wendeltreppe im oberen Turm bereits Pfützen bilden. Hoffentlich siedeln sich da nicht bald Bismarckheringe an!

Na, denn bis bald von irgendwo anders ...