Die Wochenschau

WochenSchau-Malwettbewerb:Lara Jepsens Bild hat gewonnen

"Unser schönstes Weihnachtsbild"

21. Dezember: 

Viele tolle Bilder sind in den letzten zwei Wochen in der Redaktion der WochenSchau eingegangen. Die beteiligten Kinder zwischen sechs und neun Jahren haben uns mit ihren Ideen und Umsetzungen begeistert, so dass es uns nicht leicht gefallen ist, einen Sieger zu küren. Letztlich haben wir uns für das Bild von Lara Jepsen (6) entschieden.

Gerd Schünemanns Werkstatt:Schwibbögen aus Mohrkich

"Es muss nicht immer Erzgebirge sein"

21. Dezember

Weihnachtlich ist es in Angeln geworden. Die Häuser sind bunt und hell. Auf den Weihnachtsmärkten stellen regionale Künstler und Handwerker aus, was sie im Sommer Weihnachtliches hergestellt haben. In Mohrkirch haben wir die Werkstatt von Gerd Schünemann besucht.

Im ersten Moment fühlt sich der Betrachter in eine Werkstatt ins Erzgebirgische Seifen versetzt. Doch die Schnitzerwerkstatt von Gerd Schünemann steht im Angelner Ort Mohrkirch. Auf einem Podest hat der gelernte Tischler die Ergebnisse seiner Arbeit aufgestellt. Vorwiegend Schwibbögen, aber auch Weihnachtskrippen in verschiedenen Größen, Futterkästen für Vögel und anderes mehr.

Die Billig-Version eines Asiatischen Schwibbogens in einem Baumarkt hat den Handwerker angeregt, selber so ein weihnachtliches Stück zu fertigen. Natürlich in ordentlicher handwerklicher Ausführung. Die wenig fachliche Machart des Erzeugnisses im Baumarkt mag ein Grund gewesen sein, selber wieder zur Laubsäge zu greifen.

Seine Berufsausbildung zum Bau- und Möbeltischler hatte noch echten handwerklichen Ursprung beim damaligen Mohrkircher Tischlermeister Adalbert Hornig.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wollte Schünemann sich nicht auf die „faule Haut“ legen und als bei den Aufräumarbeiten im Keller eine alte Laubsäge zum Vorschein kam, war sofort der Wunsch wach, sich mit dem Werkzeug aus Jugendtagen zu betätigen. Zunächst allgemeine Holzarbeiten, bis ihm der Schwibbogen nicht mehr aus dem Kopf ging.

„Schwibbögen Made in Mohrkirch“

Mit Pappelholz aus dem Baumarkt ist er angefangen. „Leicht zu bearbeitendes Holz“,  so seine Begründung. Die erste Arbeit gefiel ihm so gut, dass weitere folgten und sich die Arbeitsweise immer weiter verbesserte. Die Details wurden immer mehr ausgefeilt. Das Krippenhaus ist mit echtem Reet versehen und damit jedes Detail zur Geltung kommt, ist das Innere der Krippe beleuchtet. Seine praktische Veranlagung macht Gerd Schünemann an Kleinigkeiten deutlich. Die Schwibbögen „Made in Mohrkirch“ stehen auf etwas höheren Füßen, damit sie durchs Fenster von außen gesehen werden können. Scharfe Kanten gibt es nicht, alles ist fein säuberlich abgerundet.

Vor einigen Jahren hat es ihn nicht ruhen lassen und er ist ins Mekka aller Holzschnitzer, nach Seifen ins Erzgebirge gereist. „Die Vielfalt, Schönheit und Anzahl hat mich fast erschlagen“, erinnert er sich. Mit vielen neuen Ideen im Kopf bezog er danach wieder seine Kellererwerkstatt.

Inzwischen hat es sich bei Nachbarn und Bekannten herum gesprochen, dass er Schwibbögen und Krippen herstellt und so lautet immer öfter die Frage, „Kannst Du mir auch einen Schwibbogen, eine Krippe bauen?“rz