Die Wochenschau

Bootstour auf der herbstlichen Ostsee Von Wackerballig nach Kappeln

"Tampen festzurren und Sonne genießen"

12. Oktober: 

Nun gut, ich gebe zu, meine Zusage, mit auf eine kleine Bootstour von Wackerballig gen Kappeln mit zu kommen, war spontan. Sehr spontan sogar, wenn ich es mir recht überlege. Denn bis auf einen Surfkurs in Falshöft und Anfängersegelkenntnissen durch einen entsprechenden Crashkurs in Maasholm hatte ich keinerlei Segelerfahrung. Nun gut. Zugesagt - mitgemacht. Erste Überlegung: Was zieht „frau“ an auf so einer Segeltour? Warm und wasserdicht hieß einst und bis heute die Devise, also stieg ich in den so genannten Zwiebellock, Schicht über Schicht. Ein paar Stullen geschmiert, drei Äpfel (gegen Skorbut sollen die sehr gut sein) eingepackt und ab die Post. Unser Skipper, so nennt man wohl den Kapitän, hatte angeboten, uns, gleich per Auto mitzunehmen. Eine Tour durchs morgendliche Angeln bis zum Hafen in Wackerballig. Dieser erstrahlte besonders schön in der Morgensonne, war er doch erst in der Vergangenheit ein wenig „aufpoliert“ worden. Mutig stiegen wir, immer nach Einweisung, ins Boot und verharrten an den uns zugewiesenen Plätzen. Schon hier - alles recht wackelig. Zunächst ging es per Motorantrieb raus aus dem Hafen, vorbei an großen und kleinen Bootsschönheiten, einmal aus ganz anderer Perspektive. Es grüßte freundlich, wer schon an Bord war.

Sauerstoff macht hungrig und müde

Draußen angekommen, wurden die Segel gesetzt. Es gab ein wenig Wind , leider aus der falschen Richtung, so das wir zunächst gegen den Wind fahren mussten. Da das eigentlich mit Segeln nicht geht, wurde „gekreuzt“. Wir hatten die Aufgabe, hier mal einen Tampen festzuzurren, da ein wenig zu fieren oder dichtzuholen, da mal den Kopf einzuziehen und einfach zu genießen. Den Wind, die Sonne, die Weite und viel, viel Sauerstoff, der hungrig und müde macht. Gut, dass wir unseren Proviant parat hatten. Vorbei am Leuchtturm Kalkgrund, vorbei an der Geltinger Birk, die ich aus dieser Perspektive nicht kannte, vorbei am Leuchtturm Falshöft, der ganz klein wirkte und vorbei am Leuchtturm Schleimünde, der gerade eingerüstet ein wenig „anders“ wirkte als sonst. Vor der Schleimündung tummelten sich ein paar kleine Fischerboote, hier lohnt es sich wohl, die Angeln auszuwerfen. Gemeinsam mit vielen anderen Wochenendseglern tuckerten wir bis Kappeln, entlang mit Schilf oder Wald bewachsener Ufer. Wir wurden überholt von Mehrmastseglern, immer darauf bedacht, nicht aus der Fahrrinne zu gelangen, da die Schlei wohl bekannt dafür ist, einige tückische Untiefen zu besitzen. Heil an unserem Steg in Kappeln angekommen wurde das Boot wieder aufgeklart. Wir, um eine wunderbare Erfahrung reicher, werden nicht das letzte mal auf „hoher See“ gewesen sein. Das ist schon mal klar. spa

Typisierungsaktion am 26. Oktober im CITTI-PARK

"Werden Sie zum Lebensretter!"

12. Oktober

 „Gemeinsam für Jörn und andere!“
Der Flensburger Rechtsanwalt Jörn ist an Blutkrebs erkrankt. Retten kann ihn nur eine geeignete Stammzellspende. Um für ihn und andere Patienten geeignete Spender zu finden, führt ein Initiatorenteam gemeinsam mit der DKMS am  26. Oktober von 10 bis 16 Uhr eine Typisierungsaktion im CITTI-PARK durch. Die Initiatoren hoffen auf 2.000 neue Registrierungen.