Die Wochenschau

Urlaubsgefühl von Anfang an Eine Fahrt mit dem Ford Nugget

"Überall und stets zu Hause"

24. Mai: 

Es ist sofort da, das Urlaubsgefühl. Das einzige, das ich nur so kenne, wenn ich in ein Campingmobil steige. In diesem Fall ist es ein Ford Nugget, basierend auf einem Transit mit einem Westfalia-Ausbau. Das Wetter wechselt zwischen Sonne und Wolken. Der Raps blüht nun fast komplett. Also das allerbeste Wetter, um mit dem Nugget durch die Urlaubsregionen Angeln und Schwansen zu fahren. Auch meine Begleiterin, die ich in Rieseby abhole, ist vom Nugget sofort begeistert. „Ich habe jetzt schon das Gefühl, längst im Urlaub zu sein“, meint Merle. Dabei sitzen wir zunächst nur in der Fahrerkabine. Aber alleine das Verstauen der Bettwäsche und das Einräumen des Kühlschranks hat uns in Entdeckerlaune versetzt. Wir werden weder Hunger noch Durst leiden müssen, und Frieren auch nicht. Die Komplettausstattung der Küche gibt zudem ein mehr als sicheres Gefühl.

Die Reise führt zunächst über Sieseby und Winnemark bis Karby und zur Brücke über die Schlei in Kappeln. Diese ist gerade hoch und wir genießen den Blick über die Schleistadt von unserem disponierten Ausblick, den der Nugget bietet. Da wir es nicht eilig haben, kommt uns diese Pause wie gerufen. Zu schön ist einfach der Anblick der Schiffe, die durch die Brücke hinduchgleiten.

Weiter gehts in Richtung B 199 nach Maasholm. Der Nugget fährt wie ein guter Kumpel. An der Ampel kommt er flott vom Fleck. Ansonsten schnurrt der Diesel wie ein satter Tiger. Man kommt erst gar nicht auf die Idee zu hetzen. Das optimale Fahrzeug für Menschen, die runterkommen wollen.

Angekommen in Maasholm geht es gleich an den Parkplatz am Hafen. Die Idee hatten an einem so schönen Tag wie diesem nicht nur wir, sondern Hundertschaften von anderen Besuchern auch. Wie parken den Nugget und gehen zu Fuß durch den kleinen Ort mit seinem Kult-Imbiss. Heute hat der kleine Eisladen am Hafen nach der Winterpause wieder eröffnet. Eine Riesenschlange bildet sich davor. Bei Sonnenschein haben alle Appetit auf Eis.

Bier vom Fass und Heizofen

Uns zieht es aber zuerst ins Café „Sand am Meer“. Dort im windgeschützten Innenhof sitzen wir bei Tee, Kaffee und Kuchen wunderbar in der wärmenden Sonne. Danach gibts für Merle Eis und für mich die legendäre Currywurst mit selbsgemachter Currycreme. So schön es hier ist: zum Übernachten möchten wir es ruhiger haben. Also wieder ins Campingmobil und Richtung Schwansen. In Lehmberg-Strand bei Waabs finden wir einen geeigneten Platz: ganz idyllisch an einem kleinen See mit Enten und Gänsen. Neben uns ist nur noch das angrenzende Waldstück, in das die Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern verschwinden.

Plötzlich ist es kühl geworden. Nachdem wir kurz zuvor noch unsere Fassbrause in der Sonne getrunken haben, macht sich die Kälte des Frühjahrs bemerkbar. Aber der Nugget wäre ja nicht der Nugget, wenns drinnen nicht kuschelig wäre. Die Heizung am Bordcomputer auf 21 Grad Celsius gestellt und schon ist es wunderbar. Mit ein paar Handgriffen wird aus einem normalen Fahrzeug ein Heim. Die Fahrersitze umgedreht, der Tisch ausgeklappt, und schon ist es mega gemütlich. (Nur die Fassbrause ist etwas zu kalt, weil ich den Kühlschrank zu hoch eingestellt hatte.) Macht nichts, wir gehen in das kleine Lokal, das gleichzeitig auch Rezeption und Laden ist. Hier gibt es Bier vom Fass und einen Heizofen gegen die Maikühle.

Die Region neu entdecken

Zurück im Nugget geht es nun ans Betten bauen. Eine von uns soll oben, eine unten schlafen. Insgesamt können vier Personen im Nugget übernachten. „Das Umbauen wär nichts für mich“, meint eine Dauercamperin im Vorbeigehen.

Das glaube ich ihr aufs Wort. Denn wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, macht einen anderen Urlaub als Dauercamper ihn genießen. Für Wohnmobilisten ist der Weg das Ziel. Sie kümmert es nicht, dass sie zur Nacht Betten bauen und alles verstauen müssen, wenn sie weiterfahren. Denn sie wollen fahren und die Welt sehen.

Zudem ist bei Westfalia auch das Umbauen so ausgeklügelt, dass es nur beim allerersten Mal ein wenig Konzentration erfordert. Danach ist die Erfahrung ein wichtiger Faktor, der die Zeit dafür unglaublich verkürzt.

Der Nugget kann komplett verdunkelt werden und hält so Blicke von Außen fern. Da die sternenklare Nacht sehr kühl ist, lassen wir die Standheizung über Nacht laufen. Dazu das Oberlicht ein Stück auf, damit die Luft nicht knapp wird. Der Platz liegt ganz im Stillen. Keine Straße ist zu hören, „der Wald ist schwarz und schweiget“, so heißt es in dem Abendlied. Der volle Mond schaut durch die Zweige der Bäume; ein richtiges Idyll.

Am nächsten Morgen sind die Betten ruckzuck verschwunden und die vorbestellten Brötchen abgeholt. Auch der Kaffee läuft schon dank des Stromanschlusses. Die Butter ist aufgrund meiner Reduzierung des Kühlschrankes jetzt streichbar. Nach einem herrlich ausgiebigen Frühstück haben wir schon wieder Lust aufs Weiterfahren, denn in Angeln und Schwansen entdeckt man mit dem Nugget immer wieder Neues, weil man es aus einer anderen Perspektive erlebt.jus

SG Flensburg-Handewitt:Letztes Heimspiel der Saison gegen Wetzlar

"Der Kampf um Platz 3"

24. Mai

Die SG Flensburg Handewitt kämpft nach dem Erfolg im DHB Pokal  im Saisonendspurt mit dem SC Magdeburg um den dritten Platz in der Handballbundesliga, der in der kommenden Spielzeit  den Start in der Champions League garantieren würde. Im letzten Heimspiel in dieser Saison trifft das Vranjes-Team am Sonnabend, 30. Mai, um 19 Uhr auf die HSG Wetzlar.