Die Wochenschau

Kreativ-Workshops und den ganzen Tag Musik

"Stadfest in Arnis"

28. Juni: 

Zum diesjährigen Stadtfest in Arnis laden die Organisatoren am Sonnabend, 4. Juli ein. Die Verantwortlichen haben sich einiges einfallen lassen, um das Fest für alle Altersklassen zu einem Genuss werden zu lassen.  So gibt es Spiel- und Kreativ-Workshops, eine Stadtrallye, bei der Kenntnisse rund um die kleinste Stadt in Deutschland gefragt sind. Wer möchte, kann auch ein Dänisch-Diplom erlangen. Zum Stadtfest ist außerdem eine Fotoausstellung im Rathaus zu sehen. Am Festtag zeigt die Freiwillige Feuerwehr mit einigen Aufführungen ihre Arbeit und auf der Kindermeile, zu der auch eine Hüpfburg gehört, warten viele Überraschungen auf die Jüngsten.

Den Beginn macht am Sonnabend, um 12.30 Uhr, eine Andacht der evangelischen und der dänischen Kirchengemeinde mit den Pastorinnen Nadja Jöhnk und Randi Korsgaard. Um 13.30 Uhr eröffnet Bürgermeister Bernd Kugler das Stadtfest offiziell, bevor um 14 Uhr die „Jolly Jazz Fools“ für die richtige musikalische Untermalung sorgen. Um 16.30 Uhr ist dann musikalischer Szenenwechsel, denn dann bietet der Folkclub Ostangeln „Musik von hier“. Mit der Siegerehrung der Stadtrallye wird um 18 Uhr gerechnet, bevor um 20 Uhr „Danube´s Banks“ aus Hamburg zu den Instrumenten greifen. Ab 22 Uhr schließlich übernimmt DJ Otto Eberhardt die Nachtschicht.

Am Sonntag, 5. Juli, also direkt nach dem Stadtfest, findet von 11 bis 16 Uhr ein Flohmarkt von Arnissern und Freunden in den Straßen von Arnis statt.

Kappelner GildeNeuer König für die nächsten drei Jahre

"Jetzt regiert Hans-Hermann„der stille Genießer"

28. Juni

Es ist Sonntagabend 19.19 Uhr, der letzte der drei Abende des dreitägigen Blocks des ersten Teils der Gildefeier der Kappelner Männergilde von 1651. Auf dem Programm steht das Königsschießen zur Ermittlung des Gildekönigs. Geschossen wird mit zwei Kleinkalibergewehren auf den hölzernen Gildevogel, der in rund zwölf Metern Höhe angebracht ist. Nach fast 2.000 Schuss aus beiden Kleinkalibergewehren sind als potenzielle Königsschützen Peter Föh und Hans-Hermann-Tange als einzige Bewerber übriggeblieben. Wer von den beiden den Vogel runterholt, wird für drei Jahre König der Männergilde. Die Spannung ist hoch. Bereits seit einiger Zeit wackelt der Vogel, wenn er getroffen wird, fällt aber nicht. Doch um 19.19 Uhr ist es anders. Hans-Hermann Tange hat seinen letzten Schuss getan und will sich abwenden. Peter Föh wäre als nächster dran. Doch bevor der abdrücken kann, gibt es riesigen Beifall. Mit leichter Verzögerung gibt der hölzerne Vogel auf und fliegt zur Erde. Hans-Hermann Tange kann sein Glück zunächst gar nicht fassen. Später bei der Königsproklamation erklärt er freiwillig: „Als ich den Vogel  fallen sah, wollt ich eigentlich abhauen.“ Er habe Angst davor gehabt, so sein Argument,  dass „mich viele drücken“ werden. Und so kam es dann auch. Herzliche Gratulation gab es von allen Seiten. Auch Bürgermeister Heiko Traulsen, viele ehemalige Gildemajestäten und der Gildevorstand und viele der Gildeschwestern gehörten zum Kreis der Gratulanten. „Hans-Hermann der stille Genießer“ dankte für die vielen Glückwünsche, die er erhalten habe und versprach, „die Fußstapfen seines Vorgängers auszufüllen“. Und das tat er dann als erstes, indem er ein Fass Bier spendierte. Die bisherige Zeit als Oberst habe er genossen. 15 Jahre lang. Er habe sich jedes Mal  gefreut, vor der „mutigen Truppe zu marschieren“.rz