Die Wochenschau

Handball-BundesligaDie SG trifft auf Balingen-Weilstetten

“SG will zweite Meisterschaft“

23. August: 

Das lange Warten hat für die Fans der SG Flensburg-Handewitt ein Ende. Am heutigen Sonntag erfolgt auf dem Flensburger Campus endlich der Pflichtspielstart. Denn zum Auftakt der 50. Bundesligasaison erwartet die Mannschaft von Ljubomir Vranjes um 17.15 Uhr den HBW Balingen-Weilstetten in der Flens-Arena. Dann sollen in der Jubiläumsspielzeit der Beletage des deutschen Handballs die ersten beiden Punkte auf dem so ersehnten Weg zur zweiten Deutschen Meisterschaft eingefahren werden.

Alternative zum Maisanbau Hirschgras als Biogas-Lieferant

“Erste Hirschgrasmath hat begonnen“

23. August

Die Biogasbranche spricht von der Dämonisierung des Mais und meint damit das schlechte Image durch den großen Flächenverbrauch für die Erzeugung von Biogas. Für Landwirt Michael Roskothen aus Mittelangeln ist die Bodenverdichtung eine weitere negatives Auswirkung. Durch die Maisernte im nassen Herbst wird der Boden sehr stark verdichtet und die ökologische Vielfalt leidet darunter erheblich. Der Ärger mit den Verkehrsteilnehmern wegen der verschmutzten Straßen kommt hinzu.

Seit einigen Jahren versuchen Claus Marxen und Michael Roskothen, Geschäftsführer der Bio-Gas Anlage Hof Obdrup, Anbaualternativen zu finden. Mit Saat-Herstellern ist man in engem Kontakt und hat auch bereits unterschiedliche Anbauarten wie die Silphie Staude untersucht. Ein sichtbarer Erfolg ist ausgeblieben, da die Energieleistung nicht stimmt. Nun scheint eine Alternative gefunden. Hirschgras heißt die Pflanze, stammt ursprünglich aus Ungarn und wird dort seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für die Kunststoff- und Papiererzeugung verwandt. Auch als Brennstoff hat sich geschreddertes Hirschgras ausgezeichnet bewährt. Inzwischen sind auch deutsche Saathersteller auf die Pflanze aufmerksam geworden, haben sie auf Versuchsfeldern angebaut und deren Ertragsmengen ermittelt.

Rainer Casaretto von der Biogas Akademie in Flintbek ist von dieser Pflanze begeistert. Das Hirschgras ist eine Dauerkultur, einmal gesät, bleibt sie zehn Jahre im Boden. Durch das bis zu zwei Meter lange Wurzelwerk ist die Pflanze humusbildend, verbessert über Jahre die Bodenstruktur und sorgt für ein sehr gutes Bodenklima für Kleinstlebewesen.  Auch auf die Zugabe von Pestiziden kann vollständig verzichtet werden. Zweimal im Jahr, im Juni und September,  wird das Gras, das eine Höhe von etwa zwei Metern erreicht, geschnitten.

Auch in Obrup hat man in den vergangenen zwei Jahren gute Erfahrung mit dem Hirschgras gemacht. Als Zugabe zum Mais steigert es die Vielfalt der Bakterienstämme im Fermenter der Biogas Anlage. Inzwischen wächst in Mittelangeln auf 120 Hektar Hirschgras und liefert damit fast 50 Prozent des benötigten Grundsubstrats. Auch die Energiebilanz ist positiv. Hirschgras liefert etwa die gleiche Menge Energie wie Mais. Durch den zweifachen Schnitt im Frühsommer und Frühherbst verringert sich die benötigte Fläche um etwa ein Drittel

Claus Marxen erläuterte vor zahlreichen Landwirten den Vorteil von Hirschgras und machte den Landwirten Mut, auf die neue Anbauart umzusteigen.ami