Die Wochenschau

In Süderbrarup wird seit über 400 Jahren der größte ländliche Jahrmarkt gefeiert

Zum 425. Brarup Markt gibt´s Neuigkeiten

„Wir sagen allen Gästen aus nah und fern ein ganz herzliches Hallo und wünschen unseren Besuchern ein paar vergnügliche Stunden auf unserem Brarup Markt, so der ´Architekt´ des beliebten Spektakels, der Marktmeister Dirk Lorenzen, wie auch Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu unisono. Dieses Jahr wird sich das beliebte Geschehen sogar noch ein Stück weit von seinen Vorgängern abheben, weil der größte ländliche Jahrmarkt in Schleswig-Holstein seinen 425. Geburtstag feiert, was sich in dem einen und anderen exklusiven Begleitprogramm zeigt, wobei sich Dirk Lorenzen hier und da einen programmtechnischen Leckerbissen hat einfallen lassen.

Und auch nach 425 Jahren lässt sich definitiv feststellen, dass der Brarup Markt nichts von seiner Anziehungskraft und der Attraktivität verloren hat. Die „fünfte Jahreszeit“ in Süderbrarup beginnt am Freitag, 27. Juli, und endet am Dienstag, 31. Juli. Rund 140 Stände, Buden, Fahrgastgeschäfte und Zelte werden für jeden Geschmack, egal ob für groß oder klein, jung oder jung geblieben, das Passende parat haben. „Es soll wie eh und je ein Fest für die ganze Familie sein, und zwar von einer tollen und friedlichen Stimmung getragen“, erklärt Dirk Lorenzen. Klassiker und Neuheiten geben sich in Süderbrarup die Hand, wobei man auf The Beast´, ´die verrückte Farm´ und ´Beach-Club´ besonders gespannt sein darf.

Anlässlich des 425 Geburtstags präsentiert sich der Jahrmarkt entsprechend dekoriert. Ein venezianisches Pferdekarussell grüßt dabei als zweigeschossiger Eyecatcher. Das Eröffnungsfeuerwerk startet am Freitag, 23 Uhr, mit einem Kanonenknall, und wird danach stimmungsvoll musikalisch und lichttechnisch vom Marktplatz aus begleitet. Die Geburtstagsfrühstücksfahrt  im Riesenrad, auf Anmeldung bis zum 23. Juli, startet am Montag, um 9.30 Uhr. Ansonsten kommen alle Gäste jeden Tag mit besonderen Programmpunkten, die der Tagespresse, den Flyern und Plakaten zu entnehmen sind, auf ihre Kosten. Ganz klar, dass hierbei das Eröffnungsplatzkonzert, die Markteröffnung, Zeltgottesdienst, Pferde- und Flohmarkt, das große Feuerwerk und Tanz in allen Zelten nicht fehlen darf. Auch der Familientag mit entsprechenden Preisnachlässen ist wieder für Dienstag, zwischen 14 und 18 Uhr, vorgesehen.

Wer noch Angaben zum Gewinnspiel oder zum Aufstellungsplan auf dem Marktplatz haben möchte, der kann im Internet unter www.brarup-markt.de nachschauen. uwa

Interview mit Keyboarder Fiete Schlüter von Illegal 2001

„Seid nett zueinander, das Leben kann schön sein“

Mit der Band „Illegal 2001“ kommt am Sonnabend, 11. August ein absoluter Knaller nach Niesgrau, in die Halle von Koppelheck. Die Band, die ihre Hochzeit in der 1990er Jahren hatte und 2001 beim Vorentscheid zum Grand Prix mitwirkte, gibt heute nur noch maximal zwölf Konzerte im Jahr. WochenSchau-Redakteurin Jutta Scheel sprach mit Keyboarder Fiete Schlüter über früher und heute und überhaupt.

 

WS: Moin Fiete, zunächst einmal ist es toll, dass Ihr nach Koppelheck kommt. Lebt Ihr eigentlich heute noch nur von Eurer Musik oder seid Ihr „sesshaft“ geworden?

Fiete Schlüter: Wir hatten unser professionelles Dasein von 1993 bis 2001. 1994 waren wir sogar Vorgruppe von Pur. Das war schon toll. Und dann beim Grand-Prix-Vorentscheid 2001 dabei zu sein, war einfach ein Erlebnis. Wir hatten gar nicht daran gedacht, diesen Vorentscheid zu gewinnen, aber wir waren im Gespräch und die CD´s wurden gekauft. Doch mit der Digitalisierung wurde es immer schwieriger, sich auf dem CD-Markt zu halten. Aber wir sind immer noch bei Universal Records unter Vertrag.

 

WS: Was macht Ihr denn heute so?

Fiete Schlüter: Chrischi zum Beispiel ist Musik-Grundschullehrer in Kiel, Fred Sonnenschein leitet eine Orthopädie in der Nähe von Hamburg, ich selbst habe meinen Doktor in Musik gemacht und bin Lehrer am Gymnasium für Musik, Sport und Mathe. Wir sind sehr froh, dass wir zurück in unseren Berufen sind, und uns trotzdem noch treffen und Musik machen dürfen. Und wir haben bei Spotify einen Zugriff von 15000 Titeln im Monat. Das ist schon irre.

WS: Wie viele Konzerte gebt Ihr denn noch im Jahr?

Fiete Schlüter: Wir geben höchstens noch zwölf Konzerte im Jahr. Wichtig ist uns dabei zu wissen, dass die Leute kommen. Und unsere Familien müssen mitkommen können. Das ist dann sozusagen ein illegaler Familienausflug (lacht).

Aber immerhin haben wir jetzt schon wieder drei Termine für 2019.

 

WS: Spielt ihr eigentlich nur die Hits von früher oder sind auch neue Titel dabei?

Fiete Schlüter: In jedem Konzert bringen wir drei Stücke, die nicht veröffentlicht sind. Alle anderen sind natürlich unsere bekannten Hits wie „Nie wieder Alkohol“, „A 7“, „Einmal um die Erde und zurück“, „Besoffen bin ich nur von dir“. Das Publikum liebt diese Titel und ist mega textsicher. Wir brauchen nur die Hälfte anzustimmen, dann singen die Leute den Rest selbst. Einfach genial.

 

WS: Und wer denkt sich die Texte aus?

Fiete Schlüter: Die meisten Texte sind tatsächlich autobiografisch und entstanden nach Dingen, die einem von uns passiert sind.

 

WS: Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Ich bin nun langsam in einem Alter, in dem gesundheitlich nicht mehr alles selbstverständlich ist. Wie wir schon in einem Liedtext sagen: Das Leben ist zu kurz, um beschissen zu sein. Unsere Botschaft lautet deshalb: Seid nett zueinander, liebt Euch, seid tolerant. Dann werdet Ihr sehen, wie schön das Leben sein kann.

 

WS: Fiete, ganz vielen Dank für dieses wirklich nette Interview und alles Gute.

 

Fiete Schlüter: Vielen Dank, wir freuen uns auf das Konzert.