Die Wochenschau

NEZ Maasholm besitzt jetzt ein keltisches Baumhoroskop

Eine einmalige Anlage

Maasholm. Das Naturerlebniszentrum (NEZ) Maasholm ist mit dem „Keltischen Baumhoroskop“ um eine Attraktion reicher. „Eine für Schleswig-Holstein einmalige Anlage“, betonte Horst Franzen vom Förderverein (Betreiber des NEZ) anlässlich der offiziellen Einweihung in der vergangenen Woche. Unter den rund 60 Gästen waren auch Bürgermeister Kay-Uwe Andresen, Landtagsabgeordenter Johannes Callsen und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier.  „Ich habe im Frühjahr des letzten Jahres im Ammerland einen solchen Baumkreis im Park der Gärten in Westerstede erstmals gesehen und war begeistert“, so Franzen, der nach weiteren Recherchen entscheidend an der Entstehung der Maasholmer Version des Baumhoroskops mitgewirkt hat. Ein großes Lob kam von Bürgermeister Kay-Uwe Andresen: „Alles was hier im NEZ entstanden ist, wurde maßgeblich vom Förderverein geleistet. Die Gemeindevertretung hat hieran wenig Anteil.“ Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister auch mit „seinem Baum“ - dem Apfelbaum. Stehe er doch für Menschen der Liebe und Treue. Landtagsabgeordneter Johannes Callsen und Kreispräsident Ulrich Brüggemeier schlugen in die gleiche Kerbe und lobten die Mitglieder des  Fördervereins für ihre großartigen ehrenamtlichen Verdienste für das NEZ. Wie alle anderen Gäste auch, waren sie neugierig auf „ihren Baum“, den es anschließend zu erkunden galt. „Die französische Autorin Paula Delsol war es, die die Weisheit der Kelten um Bäume und die Natur in eine Art Horoskop gepackt und populär gemacht hat“, sagte Horst Franzen.

„Bäume können ohne uns

leben, wir nicht ohne Bäume“Die 2000 alte und bis heute spannende Kultur der Kelten spreche Bäumen und der Natur eine heilige und heilende Bedeutung zu. „Ihr Wissen gaben sie allerdings ausschließlich mündlich weiter. Darum liegt vieles im Verborgenen“, so Franzen. Der keltische Baumkreis besteht aus 21 Bäumen. Diese Zahl ergibt sich durch die keltische Auffassung, dass jeder Baum dreifach aufgebaut ist (Wurzel, Stamm, Krone), und aus 7 Teilen besteht (Wurzel, Stamm, Rinde, Geäst, Blätter, Blüten, Früchte) – multipliziert man diese beiden Zahlen ergibt das die Zahl 21 – die 21 Lebensbäume des Baumkreises. Er basiert auf dem “keltischen Kreuz“, welches das Jahr in seine vier Jahreszeiten unterteilt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. 17 Bäumen sind jeweils zweimal im Jahr (der Pappel dreimal) 10 bis 14-tägige Zeiträume zugeordnet. Vier Bäume im Baumkreis symbolisieren den Beginn der vier Jahreszeiten. So symbolisiert die standhafte Buche am 22. Dezember den Beginn des Winters. Die starke Eiche am 21. März den Frühlingsanfang. Die lichtliebende Birke am 24. Juni den Sommer. Der dauerhafte Ölbaum am 23. September den Herbst. Ein Lebensbaum wird einem Menschen bei der Geburt anhand des Geburtsdatums aus dem Keltischen Baumkreis zugeordnet. Augenblicklich haben wir die Zeit der Kastanie (15. bis 24. Mai und 12. bis 21. November). Menschen, die in diesem Jahreskreis geboren sind, wird Mut und Offenheit nachgesagt. Spontan treffen sie Entscheidungen, die sie in neue aufregende Situationen stürzen. Alles das ist nachzulesen auf den Infotafeln entlang des Keltischen Baumpfades, der jetzt im NEZ offiziell eingeweiht wurde. „Wir konnten aus Platzmangel natürlich nicht wirklich alle 21 Bäume in unserem Baumkreis pflanzen, deshalb symbolisieren 21 Halbstämme den keltischen Baumkalender“, erläuterte Horst Franzen. Im Zentrum des Baumkreises hat der Förderverein die Weltenesche  Yggdrasil gesetzt. Rundherum befinden sich drei größere Infotafeln mit erklärenden Texten. Auch der neue Flyer gibt gute und informative Hinweise. „Und wenn Sie das alles für Hokus-Pokus halten, sollten Sie eine unstrittige Wahrheit mit nach Hause nehmen: Bäume können ohne uns Menschen leben, aber wir Menschen auf dieser Erde nicht ohne Bäume“, regte Horst Franzen zum Nachdenken an.

jök

Mitfahrbank von den Pfadfindern in Norderbrarup aufgestellt

Einmal Schleswig bitte

Norderbrarup. „Wir sind sehr stolz darauf und überaus froh darüber, eine so tolle und engagierte Pfadfindertruppe im Ort zu haben, und auch für den ehrenamtlichen Einsatz ausgesprochen dankbar“, so Christine Hannemann, die Bürgermeisterin aus Norderbrarup. Gerichtet waren diese Worte an eine Abordnung der St. Angelus Pfadfinder aus Norderbrarup, und insbesondere an die Stammesleiterin der 35-köpfigen Truppe, Manuela Hanisch. In rund vierwöchiger Arbeit haben die Mitglieder unter Anleitung von René Eggert aus Lärchenholz insgesamt sechs Holzbänke angefertigt, die nun in Form eines kleinen feierlichen Aktes auf dem Dreieck rund um die Kastanie im Ortszentrum eingeweiht worden sind. Rund um den Baum finden an die zwölf Menschen eine Sitzgelegenheit dort vor, wo man sich im Dorf überwiegend sieht und trifft. Gerne hat die Gemeinde die Materialien zur Herstellung der Bänke finanziert, so Christine Hannemann. Dabei ist sogar eine auf Amtsebene einzigartige Idee realisiert worden. Denn die beiden Bänke können zur Hauptstraßenseite hin als Mitfahrbank genutzt werden. Dafür muss zum Gebrauch nur eine kleine Klappe am Holzkasten hinter den Sitzgelegenheiten betätigt werden, und eins der vier Schilder mit den Ortsnamen Süderbrarup, Kappeln, Schleswig oder Flensburg kinderleicht ausgeklappt und fixiert werden.  Es bleibt Vorbeifahrenden dann überlassen, ob diese den Wartenden von der Mitfahrbank zum Ziel der jeweiligen Wünsche oder in die Richtung mitnehmen möchten. „Ich bin da guter Dinge. Es wird sich schon irgendwie gut einspielen“, konstatiert eine zufriedene Christine Hannemann mit ganz viel Lob und Dank an die Adresse der Pfadfinder. uwa