Die Wochenschau

Marin,Trybull und Arnautovic treffen für Bremen beim 3:1 gegen den HSV

"Werder siegt im Nordderby"

19. Februar: 

Werder Bremen hat am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen 3:1 (2:0)-Sieg beim Hamburger SV gefeiert und damit Tabellenplatz fünf gefestigt. Spitzenreiter Dortmund gab sich beim 1:0 in Berlin ebenso keine Blöße wie Gladbach in Lautern (2:1).

Werder Bremen bleibt die Nummer eins im Fußball-Norden: Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gewann das 96. Nordderby beim Hamburger SV mit 3:1 (2:0) und festigte mit dem ersten Erfolg in der Rückrunde den fünften Tabellenplatz.
 
Hamburger SV : Werder Bremen          1:3

Der HSV blieb vor eigenem Publikum zum vierten Mal nacheinander ohne Sieg.
Den Führungstreffer für die Bremer erzielte Mittelfeldspieler Marko Marin in der neunten Minute, als er mit einem nicht unhaltbaren Drehschuss in die kurze Ecke HSV-Torhüter Jaroslav Drobny überraschte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff war Nachwuchsprofi Tom Trybull erfolgreich, erneut machte der tschechische Keeper keine gute Figur. Mladen Petric (75.) verkürzte mit einem abgefälschten Freistoß, ehe Marko Arnautovic (86.) einen kapitalen HSV-Abwehrfehler zur Entscheidung nutzte.

Vor 56.553 Zuschauern beendete der schnelle Marin-Treffer eine konfuse Anfangsphase beider Mannschaften. Die Gastgeber verstärkten den Druck auf das Bremer Tor und HSV-Torjäger Paolo Guerrero hatte gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. In der zwölften Minute scheiterte der Peruaner mit einer Direktabnahme an Werder-Torwart Tim Wiese, fünf Minuten später schoss er in aussichtsreicher Position über die Latte.

Beide Teams starteten furios in die zweite Halbzeit. Wiese musste in der 48. Minute bei einem Schuss von Mladen Petric sein ganzes Können aufbieten, nur 60 Sekunden später scheiterte der Bremer Markus Rosenberg in aussichtsreicher Position. Quasi im Gegenzug hatte Nationalspieler Dennis Aogo Pech bei einem Freistoß. Danach konnte erst der durch Fritz abgefälschte Freistoß von Petric, der sein 50. Bundesliga-Tor erzielte, den hervorragenden Wiese überwinden.

Gemeinderat/ Große Mehrheit für neuen Bebauungsplan

"Neues Gesicht für das Zentrum"

19. Februar

Die Kommunalpolitik und die Raiffeisenbank haben große Pläne: Handewitt-Mitte soll ein neues Gesicht erhalten. Der Gemeinderat beschloss nach langer Diskussion mit großer Mehrheit den Vorentwurf für den B-Plan Nummer 38 „Ortszentrum". Nun folgt eine vorgezogene Bürgeranhörung.

Die fünf SSW-Vertreter waren die einzigen, die gegen den Vorentwurf votierten.„Es ist kein Geheimnis, dass uns im aktuellen Gesamtkonzept eine deutliche Handschrift der Gemeinde fehlt", sagte SSW-Fraktionschef Hans-Christian Böwes auf der Veranstaltung. Dann stellte er einen Vier-Punkte-Antrag vor. Darin enthalten waren die Erweiterung des B-Plan-Geltungsbereichs durchgängig bis zur Straße „Am Bahnhof", die Reduzierung der Wohneinheiten von 56 auf 40 Stück und der Vorschlag, eine Grünfläche im Süden „für spätere Planungen offen" zu halten. Eine Debatte entfachte nur der vierte Punkt: Der den „Gesamtcharakter prägende Turm" (ehemaliges Getreidesilo) sollte auf einer Höhe von 15 Metern gekappt werden. 

Kaj Clausen (SSW) pochte auf den Dorf-Charakter Handewitts: „Wollen wir fünf- oder sechsgeschossige Gebäude wie in Harrislee? Und eine Aussichtsstelle bitte nur irgendwo im Wald, die möchte ich nicht den Nachbarn im Ort zumuten." SPD und KWG zeigten kein Interesse, das Planungsverfahren ein weiteres Mal anzuhalten und plädierten dafür, die Unterlagen unverändert zu lassen. CDU-Fraktionschef Marx Plagemann hegte anfangs Sympathien für den SSW-Vorstoß, beantragte dann eine Sitzungsunterbrechung.  Danach hatte er neue Informationen, und die CDU stimmte für den bestehenden Vorentwurf. (ki)