Die Wochenschau

TBZ veröffentlicht die Baustellen-Engpässe für dieses Jahr

Ab jetzt sind sie überall

Flensburg. Sobald es das Wetter zulässt, gehen die Bauarbeiten an den Straßen in Flensburg wieder los. In diesem Jahr gibt es keine Ecke der Stadt, die nicht direkt oder indirekt betroffen ist. Zu den Schwerpunkten gehört definitiv die B200, auf der Bauarbeiten bereits begonnen haben und auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Darüberhinaus wird es auf der Marienallee zu Arbeiten kommen. In Mürwik wird es auf der Fördestraße zwischen Osterallee und „alter Gärtnerei“ ab Sommer zu Fräs- und Asphaltierungsarbeiten kommen. Den genauen Überblick über alle derzeit geplanten Bauarbeiten und den damit verbundenen Sperrungen gibt es auf der Internetseite des Flensburger Technischen Betriebszentrum unter www.fl-verkehrsticker.de.

Schafflunder Kreisverkehr wird teurer

Zu teuer – in 2019 kein Baubegin

Schafflund. Nach dem jüngsten Gemeinderat blieb Schafflunds Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen nur die bittere Erkenntnis: Der geplante Kreisverkehr auf der Schafflunder Hauptkreuzung ist „aufs Eis gelegt, die Ausschreibung aufgehoben“. Die Baukosten waren exorbitant in die Höhe geschnellt, sodass die Kommune die Reißleine ziehen und die Baumaßnahme auf unbestimmte Zeit verschieben musste.

Vor drei Jahren war man auf der Geest optimistisch ans Werk gegangen, einen Knackpunkt im Straßenverkehr bald zu beseitigen. Es war unstrittig: Die Kreuzung der Bundesstraße 199 in Schafflund, von der Nordhackstedter Straße und Berliner Ring abgehen, gilt als unübersichtlich, flößt Fußgängern oder Radfahrern Respekt ein und hat Autofahrern, die die vielbefahrene Straße queren wollen, schon so manche Geduldsprobe abgerungen. Die Lösung: ein Kreisverkehr. Er sollte einen Radius von 32 Metern erhalten. In allen vier Ausfahrten waren Verkehrsinseln und Zebrastreifen vorgesehen.

Auch wenn sich der Bund nicht an der Finanzierung beteiligen wollte, da er an dieser Stelle keinen Unfallschwerpunkt ausmachen wollte, glaubten die Schafflunder, dass schon im Frühjahr 2017 die Bagger anrollen könnten. Es kam anders. Immer wieder musste die Gemeinde ihr Konzept nachbessern. Und die Verwaltungsmühlen mahlten langsam. „Allein der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr brauchte 60 Wochen, wie ein Übersicht unseres Planungsbüro zeigt“, erklärt Constanze Best-Jensen.

Im Haushalt 2019 waren 380.000 Euro für die Umsetzung eingeplant. Das Ergebnis der Ausschreibung sorgte für einen Schock: Glatte 600.000 Euro würde der Kreisverkehr nun kosten. Zu viel für die Kommunalaufsicht, die ohnehin das Kreditvolumen der Gemeinde nicht absegnete. Und zu viel für eine verantwortungsbewusste Finanzplanung. Da die Genehmigung für die Planungen noch bis Herbst 2023 gültig bleibt, soll zu einem späteren Zeitpunkt beobachtet werden, ob die Konjunktur oder eine bessere Haushaltslage eine Umsetzung des „Kreisels“ realistischer werden lässt. Die aktuelle Situation soll auch in der Einwohnerversammlung am 3. April angesprochen werden. ki