Die Wochenschau

Das Spitzenspiel der SG gegen den THW Kiel

"Die Mutter aller Nordderbys"

14. Dezember: 

Am kommenden Sonnabend, 20. Dezember, steht das wichtigste Heimspiel des Jahres für die SG Flensburg-Handewitt auf dem Programm. Um 19 Uhr erwartet das Team von Coach Vranjes den THW Kiel zum Nordderby in der Flens-Arena. Mit einem Heimsieg könnte die SG mit Vollgas in das spannende Titelrennen der Handballbundesliga eingreifen.

Das Landesderby in der Flens-Arena

"Die SG empfängt den THW Kiel"

14. Dezember

Die Handballbundesliga befindet sich im Endspurt des Jahres 2014.  Die englischen Wochen führen die Spieler an ihre körperlichen Grenzen. Beste Beispiele sind Holger Glandorf von der SG Flensburg-Handewitt, der sich nach dem Mammutprogramm Ende Dezember einer Schleimbeuteloperation im Ellenbogen unterzieht, aber bis zum letzten Spiel des Jahres am zweiten Weihnachtstag durchhalten will. Dagegen hat Aron Palmarsson vom THW Kiel schon einige Partien verpasst. Der isländische Spielmacher des deutschen Rekordmeisters war zwischen September und November schon zweimal verletzt. Doch sowohl Glandorf als  auch Palmarsson werden am  Sonnabend, 20. Dezember, alle  Schmerzen vergessen. Dann steigt  das große Duell der Erzrivalen, wenn die SG Flensburg-Handewitt den THW Kiel  erwartet. Der Anpfiff  erfolgt um 19 Uhr in der Flens-Arena.

Rekordmeister THW Kiel steht  mit 30:4 Punkten derzeit auf dem Platz an der Sonne knapp vor den  Rhein-Neckar Löwen, die  30:6 Zähler aufweisen.  Die SG  ist dem Führungsduo nach dem 36:27-Heimsieg gegen die Füchse Berlin mit 26:6 Punkten  dicht auf den Fersen und kann sich bei einem Derbysieg selbst wieder die große Chance auf die Deutsche Meisterschaft  erhalten.  Und die Brisanz für das mit Spannung erwartete Nordderby am letzten Adventswochenende ist nicht nur durch die Tabellenkonstellation größer als je zuvor. Denn am 1. Juni diesen Jahres holte sich die   SG den wichtigsten Triumph für Vereinsmannschaften gegen den THW, als die Mannen von Coach Vranjes  im Finale von Köln mit 30:28 das bessere Ende für sich hatten und damit die Champions League gewannen.

Am nächsten Sonnabend werden die Derbykarten zwar neu gemischt, doch die Brisanz bleibt immer die gleiche. Es geht für die nächsten Monate um den Ruf der Nummer eins im nördlichsten Bundesland. Dabei erwartet die SG Flensburg-Handewitt  eine Weltauswahl in der „Hölle Nord“. Der THW hat es  geschafft, die hochkarätigen Neuzugänge ins Team zu integrieren.  Vom Nordrivalen HSV Hamburg stießen mit Domagoj Duvnjak und Joan Canellas zwei Rückraumasse zur Zebraherde. Der Kroatische Nationalspieler Duvnjak ist der Welthandballer des Jahres 2013. Der 26-jährige glänzt als  Spielmacher und verfügt über eine   starke Physis.  Joan Canellas, seinerseits   spanischer Nationalspieler,  hat dem THW Kiel während der Vorrunde mit vielen Toren schon einige Punkte gerettet. 

Dritter der „Hochkaräter“ im Bunde der Neuzugänge ist Steffen Weinhold. Der deutsche Nationalspieler wechselte im Sommer die Seiten der Förde und ging  von der SG zum THW Kiel. Der 28-jährige gab schon im Herbst 2013 seinen Wechsel nach Kiel bekannt, erwies sich  als Musterprofi und gab weiter einhundert Prozent für die SG. Vor allem sein Auftritt in der Flens-Arena gegen den THW zur Adventszeit 2013 war beeindruckend, als er im ersten Durchgang fünf blitzsaubere Tore gegen seinen zukünftigen Club erzielte. Und dies gegen seinen jetzigen Mitspieler und ehemaligen SG-Keeper Johan Sjöstrand. Der schwedische Nationaltorhüter stand in der Saison 2009-10 zwischen den Pfosten der Flensburger, kam aber damals an  Dan Beutler nicht vorbei.  Sjöstrand steht mit Andreas Palicka sein Nationalmannschaftskollege zur Seite. Aus Dänemark kam  im letzten Jahr mit Rasmus Lauge Schmidt von Bjerringbro-Silkeborg ein  Nationalspieler, der  auf der Königsposition halblinks  Superstar Filip Jicha entlasten sollte.

Lauge war  lange von  Verletzungen geplagt und hat sich erst langsam an das Team herangekämpft.  Mit Verletzungen hat auch Jicha zu kämpfen, der aber einen Einsatz gegen die SG anpeilt.  Spielmacher Aron Palmarsson wird auf alle Fälle spielen. Der 24-jährige Isländer hat  zu alter Stärke zurückgefunden. So setzt Palmarsson seine Nebenleute geschickt ein und ist zudem torgefährlich.  Auf der rechten Rückraumposition steht neben Steffen Weinhold der serbische Nationalspieler Marko Vujin, der   für die einfachen Tore sorgt. Auch auf den Außenpositionen verfügen die Gäste über Weltklassespieler. Auf dem linken Flügel steht mit dem deutschen Nationalspieler Dominik Klein das inzwischen dienstälteste „Zebra“ in den Reihen des THW Kiel. Ihm zur Seite steht die junge Nachwuchshoffnung Rune Dahmke.  Auf der Rechtsaußenposition verfügt der THW Kiel mit Christian Sprenger und Niklas Ekberg über ein erfahrenes Duo. Auch am Kreis geht ein deutsch-skandinavisches „Doppel“ zu Werke. Patrick Wiencek und Rene-Toft Hansen wechselten beide 2012 zum THW und teilen sich die Verantwortung. 

Zuletzt war der THW Kiel stark in Form.  So braucht die SG  nicht nur eine Topleistung, sondern auch die temperamentvolle Unterstützung der eigenen Fans um gegen den THW Kiel im Derby zu siegen.  jös