Die Wochenschau

Die WochenSchau hat nachgefragt: Beim Tierschutzverein Flensburg und Umgebung

Tiere sind keine Geschenke

11. Dezember: 

Bei vielen Kindern steht ein Haustier ganz oben auf der Wunschliste. 

<wbr></wbr> Jahr für Jahr landen vor allem Kleintiere unterm Weihnachtsbaum. Die Freude über den Familienzuwachs ist groß, währt jedoch oft nicht allzu lang. So landen viele der Tiere im Heim. Willy Sandvoss vom Tierschutzverein Flensburg und Umgebung appelliert an Interessierte, Tiere nicht als Weihnachtsgeschenke zu sehen. Weiter im 2. Artikel

Die WochenSchau hat nachgefragt: Beim Tierschutzverein Flensburg und Umgebung

Kein Schnellschuss zu Weihnachten

11. Dezember

Viele Kinder haben zu Weihnachten einen besonderen Wunsch: ein Haustier. Doch ist nicht jedem Halter bewusst, dass mit dem Besitz eines Vierbeiners auch viel Verantwortung einhergeht. Der Verein Tierschutz Flensburg und Umgebung appelliert jedes Jahr aufs Neue an die Einsicht künftiger Tierbesitzer. Die WochenSchau sprach mit dem 1. Vorstandsvorsitzenden Willy Sandvoss über das wiederkehrende Problem.

„Um die Weihnachtszeit wird vor allem vermehrt nach Kleintieren gefragt. Doch wir sagen immer: Passt auf, was ihr euch da zulegt. Tiere sind keine tote Masse. Sie müssen gepflegt, gefüttert und artgerecht gehalten werden“, so Sandvoss. Um eine unüberlegte Anschaffung <wbr></wbr> zu vermeiden, stoppt der Tierschutzverein <wbr></wbr> drei Wochen vor den Festtagen die Vermittlung ihrer Heimtiere. Damit wird <wbr></wbr> vermieden, <wbr></wbr> dass die Tiere bis zum Fest in Schränken und Kartons ausharren müssen. „Wer ernsthaftes Interesse hat, der kommt <wbr></wbr> im neuen Jahr wieder“, sagt der Vorsitzende.

Doch trotz dieser Maßnahme landen jedes Jahr zu Heiligabend wieder viele Tiere unter dem Weihnachtsbaum. „Die Freude darüber hält meist nur bis kurz vor den Sommerferien. Denn dann wissen die Familien nicht, wohin mit dem Tier, wenn sie in den Urlaub fahren“, erzählt Sandvoss. Einigen ist der vorrübergehende Verbleib in einer Tierpension zu teuer. Wer seinen Vierbeiner nicht aussetzt, bringt ihn ins Tierheim. „Einige kommen zu uns und sagen ehrlich, dass sie keine Zeit für das Tier finden, andere denken sich Ausreden aus. Sie behaupten, dass sie das Tier in der Wohnung nicht halten dürfen oder eine Allergie haben. Einige sagen auch, sie hätten das Tier gefunden, dabei gehört es ihnen selbst“, berichtet Sandvoss.

Wer wirklich an einem Tier interessiert und sich der damit einhergehenden <wbr></wbr> Verantwortung bewusst ist, könne gerne im Tierschutzverein Flensburg, Westerallee 138, vorstellig werden. „Bei unseren Hunden läuft es so ab, dass der Interessierte erst ein paar Mal mit dem Tier spazieren geht und schaut, ob es passt. Dann kann er den Hund ein paar Tage mit nach Hause nehmen. Wenn er dann merkt, dass es immer noch funktioniert, wird der Hund vermittelt“, erzählt Sandvoss. Für <wbr></wbr> diejenigen, die Zeit mit Tieren verbringen möchten, aber selbst keines halten können, bietet der Verein Mitgliedschaften an. Dann kommen die Männer und Frauen innerhalb der Öffnungszeiten ins Tierheim, um die <wbr></wbr> Bewohner zu streicheln und mit ihnen spazieren zu gehen. „Das hat auch für uns einen Vorteil. Die Menschen <wbr></wbr> berichten uns, wie sich der Hund beim Spaziergang verhalten hat. Das hilft uns dann bei der <wbr></wbr> Vermittlung.“

Auch Kinder können sich mit den Heimtieren beschäftigen. „In der Jugendtierschutzgruppe wird ihnen von Betreuern der artgerechte Umgang mit den Tieren <wbr></wbr> beigebracht“, erzählt der Vorsitzende. <wbr></wbr> nig