Die Wochenschau

Erstes Politisches Nachtgebet in Husum

Die Stimme der Mutigen

Husum. Ärgern Sie sich über rechtes Denken? Machen Sie sich  Sorgen über die Entwicklung in den Dörfern? Oder  sympathisieren Sie mit der Jugend, die sich für das Klima einsetzt? Dann sind Sie  beim ersten Politischen Nachtgebet in Husum richtig. Gleich drei Themen werden die Zuhörer an diesem Abend beschäftigen.  Das Format ist  nicht neu. Es gibt  diese politischen Gottesdienste schon seit über 50 Jahren, doch in Husum wird am Freitag, 29. März, um 20.30 Uhr in der Marienkirche Premiere gefeiert. Den Anstoß gaben Dr. Andreas Tietze und Pastor Friedemann Magaard mit der Idee brennende Fragen der Gesellschaft miteinander zu beraten und vor Gott  zu diskutieren.  Mehr dazu auf Seite 3

Unterstützung erhielten die Ideengeber  von Astrid Damerow (CDU), Irene Fröhlich (Seniorenbeirat), Jörg Tessin (FDP), Jürgen Laage (SPD) sowie der pensionierten Bischöfin  Maria Jepsen. Diesem  Vorbereitungskreis  liegt es am Herzen  Menschen aus ihren Komfortzonen zu holen, sie  ins Gespräch zu bringen und der Orientierungslosigkeit Raum zu geben. Unter der Überschrift „Mutmacher! Gegen die Angstmacher.“ werden drei Gäste  am  Freitag, 29. März, nach der Begrüßung und einem Lied Statements abgeben.

Publizistin   Liane Bednartz spricht über rechte Christen, die die Kirche unterwandern. Hermann Josef Thoben von der Akademie für ländliche Räume   nimmt sich dem Strukturwandel in den Dörfern an. Und Berufsschüler Poul Franck, der sich für „Friday for future Husum“ engagiert, legt seinen Standpunkt dar. Nach einem Übergang ist  eine offene Diskussion geplant. In der Schlussphase des Abends kann ein jeder noch einmal das Wort ergreifen und an Tischen  miteinander reden, streiten, Visionen entwickeln....

Die Initiatoren sind gespannt  wie der Abend beim Publikum ankommt.  „Hier kann ein jeder spüren, dass er nicht allein ist“, bringt es Maria Jepsen auf den Punkt. Weitere Treffen können im Anschluss folgen. 

Das nächste Politische Nachtgebet  ist für den Herbst in Planung.  upu

Berühmtes Örtchen in luftiger Höhe abgerissen

Ein Stück Geschichte geht zu Ende

St. Peter-Ording. Bereits seit einem Jahr angekündigt war es am 20. März soweit: der erste von drei ausgedienten Pfahlbauten am Ordinger Strand, wurde abgebaut. Knapp 50 Jahre hat das alte WC-Gebäude seine Dienste geleistet. Es war ein beliebtes Fotomotiv, gehörte zu den bekanntesten stillen Örtchen in luftiger Höhe und prägte das Strandbild von St. Peter-Ording.

 

Drei der bestehenden Pfahlbauten waren deutlich in die Jahre gekommen und in ihrer Funktionalität nicht mehr zeitgemäß. Neue Pfahlbauten für Strandsicherheit, Sanitäranlagen und Services mussten als Ersatz erstellt werden.

Noch vor Beginn der neuen Strandsaison wurde nun mit dem Rückbau der drei alten Pfahlbauten begonnen. In den nächsten Wochen folgen dem WC-Gebäude Ording noch die Badeaufsicht in Ording und die WC-Anlage in Ording Nord.

 

Nils Koch, Technischer Leiter der Tourismus-Zentrale: „In Zukunft werden 13 Pfahlbauten am Strand stehen: Je zwei bzw. drei an den fünf bewachten Strandabschnitten von Böhl bis Ording Nord für Badeaufsicht/Rettungswesen, Sanitäranlagen, Strandkorbvermietung und Gastronomie. Die beiden neuen Gebäude stehen auf  7 m hohen Lärchenpfählen. Diese wurden in einem neuen Verfahren auf Stahlrohrpfählen aufgesetzt, die  6 m tief im Boden verankert sind.“

 

Da die Wasserkante am Ordinger Strandabschnitt nach Prognosen der Küstenschützer stetig näher kommt, hatte die Tourismus-Zentrale rechtzeitig mit der Planung und dem Bau neuer Pfahlbauten rund 160 m Richtung Dünenkante begonnen. Die Investionssumme für die beiden neuen Pfahlbauten beträgt rund 2,6 Mio EUR, finanziert aus Eigenmitteln der Tourismus-Zentrale und einem Zuschuss des Landes Schleswig-Holstein aus EU-Mitten in Höhe von knapp 70%.

 

Das neue Mehrzweckgebäude in Ording und das Sanitärgebäude in Ording Nord sind fast fertiggestellt und teilweise schon in Betrieb genommen worden. Ende April werden Sie eingeweiht.

Constanze Höfinghoff, Tourismus-Direktorin des Nordseebads, freut sich auf die Einweihung des neuen Angebots: „Die Pfahlbauten sind und bleiben die Wahrzeichen von St. Peter-Ording und erfüllen auch in Zukunft wichtige Versorgungsfunktionen am Strand“.