Samstag, 25. Mai 2013
SÜDEROOG. Es gibt schon nicht viele Menschen, die ihre Umzugskisten mit dem Schiff zum neuen Heim transportieren müssen. Noch viel seltener ist wohl der Fall, dass sich mit dem Zuzug die Einwohnerzahl am Wohnort verdoppelt. Holger Spreer (33) und Nele Wree (30), die beiden neuen Pächter der Hallig Süderoog, haben heute ihr neues Zuhause bezogen, herzlich willkommen geheißen von Gudrun und Hermann Matthiesen, die hier seit 22 Jahren leben und arbeiten und nun in den Ruhestand gehen.
Süderoog, westlich von Pellworm gelegen, ist die südlichste der nordfriesischen Halligen: 62 Hektar Land im Meer, blütenreiche Salzwiesen, durchzogen von Prielen, ein Plattenweg führt von einem kleinen Anleger zur einzigen Warft. Hier steht das Reetdachhaus, in dem die alten und die neuen Pächter nun übergangsweise zu viert zusammenleben. Groß genug ist der Dreiseit-Hof, der in den Ställen auch noch Platz für 20 Mutterschafe, zwei Kühe, drei Pferde und etliche Hühner und Enten hat.
Eine kleine, halligtypische Landwirtschaft werden sie nun also betreiben, der Fischer Spreer, der ursprünglich aus Frankfurt an der Oder stammt, und seine Freundin, die in Kaltenkirchen geboren ist und in Bonn Kunstgeschichte studiert hat. Das Boot „Robbe“ übernehmen sie von ihren Vorgängern, außerdem einige Schafe, zu denen bald noch weitere, am liebsten alte Nutztierrassen, hinzukommen sollen. Dass es kein Fernsehen gibt hier draußen, stört die beiden nicht, aber einen Internet-Anschluss hätten sie gern, denn sie möchten auch mit einer eigenen Website über das Eiland informieren. Beide sind als Küstenschützer beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH) angestellt und Nationalparkwarte, wofür sie noch bis Ende des Jahres betriebsintern geschult werden. Denn die Hallig gehört dem Land, und die Verpachtung ist an Bedingungen geknüpft. Ihre Hauptaufgabe wird sein, dafür zu sorgen, dass die Hallig und das Haus erhalten bleiben, daneben auch die Natur zu schützen und zu beobachten – Brut- und Rastvögel zählen, den Spülsaum absuchen und manches Treibgut entfernen, Störungen, beispielsweisedurch tieffliegende Flugzeuge, melden – und natürlich auch die Besucher informieren.
Über Gästemangel können sich die Einwohner der Hallig den Sommer über nicht beklagen: Über 1000 Besucher kommen pro Jahr zu Fuß und nur in Begleitung ortskundiger Wattführer von Pellworm, um sich eine Stunde lang auf Süderoog umzusehen und mit Suppe, Kaffee und Kuchen für den Rückweg durchs Watt zu stärken. Ein- oder zweimal pro Jahr kommen auch Brautpaare, die sich im Pesel, der guten Stube des Hauses, trauen lassen.
Den Rest der Zeit ist es hier ruhig, wenn man vom stetigen Pfeifen des Windes und den Rufen der Vögel absieht. Hallig Süderoog ist ein wichtiger Lebensraum für sie: Im Frühjahr und Herbst machen hier tausende Ringelgänse Station auf ihrem Zug, und Möwen, Seeschwalben, Austernfischer und Eiderenten finden hier ungestörte Brutplätze.
29 Bewerbungen gab es für Süderoog. Spreer und Wree hatten ihre ganz spontan noch kurz vor Bewerbungsschluss abgegeben – ein Testwochenende bei den Matthiesens im vergangenen August hatte die beiden überzeugt. Und seine handwerklichen Fähigkeiten, gepaart mit ihren Erfahrungen in der Gastronomie – sie hat sieben Monate lang ehrenamtlich ein Café in Jerusalem betreut – haben wohl den Ausschlag gegeben. Beide lebten zuletzt auf Pellworm, kennen das Meer – und sie waren auch die Wunschkandidaten der scheidenden Halligwarte.
Die freuen sich, dass sie ihren Nachfolgern die Eingewöhnung auf „ihrer“ Hallig nun etwas erleichtern, ihnen viel Wissen mitgeben können. Denn zu gut erinnern sie sich noch an ihren eigenen, herausfordernden Start auf Süderoog im November 1990: Landunter, Sturm, ihr Vorgänger erklärte ihnen noch kurz den Generator und fuhr ab... Für den jetzigen Bewohnerwechsel haben sie daher einen ganzen Sommer eingeplant.
Ende September wird das Ehepaar Matthiesen mit seinen drei Kaltblutpferden und einigen Schafen auf die Nachbarinsel Pellworm übersiedeln. Dann bleiben Holger Spreer und Nele Wree zu zweit auf der Hallig und sind ganz konkurrenzlos die einzigen menschlichen Dauerbewohner des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Husum - Für viele Autofahrer ist ihr Wagen so kostbar wie ein Schatz. Um ihn zu pflegen, wird das Auto regelmäßig geprüft und gewartet. So wertvoll ein Fahrzeug jedoch sein mag, der eigene Körper ist wertvoller, weshalb auch er regelmäßig zum Check sollte. Aus diesem Grund bietet die DAK-Gesundheit am Donnerstag, 23. Mai zwischen 9 und 16.30 Uhr an der TÜV-STATION Husum einen kostenlosen „Gesundheits-TÜV“ an. Während das eigene Auto vom TÜV-Stationsleiter Erk Coltzau und seinem Team unter die Lupe genommen wird, können Fahrzeughalter die Wartezeit dafür nutzen, ihren Körper zu testen.
„Wir möchten die Menschen für die Themen Gesundheit und Prävention mehr sensibilisieren und freuen uns, dass TÜV NORD sich mit uns engagiert“, sagt Nicole Bunsen, DAK-Bezirksleiterin in Husum. „Die Kooperation mit der TÜV-STATION Husum ist ein Angebot an alle Kunden, die etwas für ihre Gesundheitsvorsorge tun möchten.“ Stationsleiter Coltzau unterstützt die Aktion, weil er findet: „Eine gesunde Lebensweise führt sowohl im Job als auch im Privatleben zu mehr Erfolg und Freude.“
Der von der DAK-Gesundheit entwickelte „FitCheck“ umfasst mehrere Stationen, an denen verschiedene Gesundheitswerte ermittelt werden. So können Fahrzeughalter am 23. Mai am Checkpoint „Auswuchten“ ein Gleichgewichtstest mit zwei Waagen machen und ihren Body-Mass-Index und den Körperfettanteil an der Station „Zuladung“ messen lassen. Zur Überprüfung ihrer Motorik wird an der Station „Balance“ ihre Gleichgewichtsfähigkeit getestet. Hierbei können Hinweise auf motorische Schwächen durch monotones Arbeiten und wenig Bewegung ermitteln werden.
Selbstverständlich stehen die DAK-Bezirksleiterin und ihre Kollegen vor Ort auch für alle Fragen zum Thema gesunde Lebensweise am Arbeitsplatz und in der Freizeit zur Verfügung.