Die Wochenschau

Zwei Bulldoggen aus der Not gerettet

Hundekumpels „for Life“

Schleswig. Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten die Nacht im Wald verbringen. Die Temperatur nur etwas über Null Grad Celsius, Sie haben nichts zu essen, nichts zu trinken und auch keine wärmende Decke. Das Seil, mit dem Sie an einem Pfahl abseits des Weges angebunden sind, scheuert an Ihren Gelenken. Niemand hört Ihre Rufe oder Ihr Wimmern. Wie würden Sie sich fühlen?

Könnten Hunde sprechen, würden sie es uns erzählen. Tierpflegerin Sarah von Assel verrichtete ihren Dienst im Tierheim, als das Telefon vormittags klingelte und ein Spaziergänger zwei Fundhunde in einem Waldstück im Bereich Schuby-Neukrug meldete. Als die Tierpflegerin eintraf, fand sie zwei Hunde, eine englische und eine französische Bulldogge. Stanley und Louis, so taufte Tierschutzvereinsvorsitzende Yvonne Wiegers-von Wegner die beiden später, wurden am Abend davor, oder in der Nacht einfach ausgesetzt, angebunden an einem Pfahl. Ohne Wasser, ohne Futter oder einer Decke. Es war ein reiner Zufall, dass ein Spaziergänger gerade an dieser abgelegenen Stelle vorbei kam. Er wunderte sich über die beiden Tiere und verständigte das Tierheim.

Stanley, die englische Bulldogge, hatte es irgendwann in der Nacht geschafft, seine Leine durchzukauen, nur noch der Karabiner hing beim Auffinden an seinem Halsband. Aber er ließ seinen Hundekumpel nicht im Stich. Treu blieb er neben Louis sitzen und leistete ihm in der Nacht Gesellschaft.  Nun sind sie  im Tierheim untergebracht, wo sie bestens versorgt werden. Die Hundekumpels sind lebhaft und freuen sich über jede streichelnde Hand. Louis hat massive Wucherungen im Ohr, vermutlich durch Milbenbefall, verursacht durch eine vernachlässigte Tierhaltung. Eine operative Entfernung steht noch bevor.

Yvonne Wiegers-von Wegner sieht man das Entsetzten über diese abscheuliche Tat an. „Durch das Anbinden in einem abgelegenen Waldstück hat der Täter bewusst den Tod der Tiere in Kauf genommen. Das ist verabscheuungswürdig und absolut widerlich. Es war ein reiner Glücksfall, dass die beiden gefunden wurden.“ Der Tierschutzverein hat mittlerweile Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei oder das Tierheim entgegen.

Stanley und Louis hängen wirklich sehr aneinander, Stanley passt immer auf seinen kleinen Kumpel auf. „Louis musste wegen dem Ohr gründlich untersucht werden. Um die beiden nicht zu trennen, haben wir auch Stanley zum Tierarzt mitgenommen. Als Louis auf dem Behandlungstisch untersucht wurde, lief Stanley aufgeregt um den Tisch herum und schaute zu seinem Kumpel hoch. So eine enge Bindung zwischen zwei Hunden habe ich noch nie erlebt“, erzählt Yvonne Wiegers-von Wegner.

Aus diesem Grund werden Stanley und Louis nur zusammen abgegeben. Die neuen Herrchen sollten Erfahrung im Umgang mit Rassehunden vorweisen können. „Es sind sehr sensible Tiere, die wir nur in erfahrene Hände geben“, betont die Tierschutzvereinsvorsitzende.

Wer mit der Haltung seiner Tiere überfordert ist, sollte sie keinesfalls aussetzen, sondern sich an das  Tierheim (04621 513 22) wenden. Gemeinsam wird  eine Lösung gefunden.awe

Ein Kindergarten-Kalender für eine individuelle Jahresplanung

Bunte Kunstwerke aus Kinderhand

Schon jetzt sind Kalender für das nächste Jahr sehr gefragt, das Angebot ist riesig. Der Standardkalender ist meistens mit schönen Fotos gestaltet und in verschiedenen Größen erhältlich. Wer einen besonderen Kalender sucht, erhält ihn in der Apotheke von Matthias Manske in Jübek. Der Apotheker hatte die Idee, in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Siebenstein einen individuellen Kalender zu schaffen, als Kontrast zum bestehenden Angebot. Die Kinder der einzelnen Gruppen mit den phantasievollen Namen wie Schatzkiste oder Glitzersteine malten bis zum Sommer viele Bilder mit für den jeweiligen Monat typischen Motiven. In Gruppenarbeit sind 13 regelrechte Kunstwerke entstanden, die nicht einfach nur gemalt sind, sondern sehr kreativ mit Gabeln, Füßen und anderen Hilfsmitteln gestaltet wurden.

 „Ich habe am Jahresanfang meine Idee der Kindergartenleiterin Britta Petersen vorgestellt. Sie war sofort begeistert, ich brauchte niemanden überzeugen“, erzählt Matthias Manske. „Die Idee dahinter ist, einen lokalen und persönlichen Kalender zu gestalten.“ Den Kindern hat es großen Spaß bereitet, sich kreativ mit eigenen Ideen einzubringen. Im Kindergarten Siebenstein werden derzeit 105 Kinder in sieben Gruppen betreut. Aus den Bildern stellte Merle Puzich (Merle Marketing, Eckernförde) liebevoll den Kalender zusammen und ließ ihn im Format DIN A4 quer drucken. Die Herstellungskosten trägt Matthias Manske. 

Der Kalender ist ab sofort in der Jübeker Apotheke, Große Straße 34, kostenlos erhältlich und eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk. Da die Auflage begrenzt ist, erfolgt die Abgabe nur, solange der Vorrat reicht. Schon jetzt steht fest, dass es auch in den kommenden Jahren den individuellen Kindergarten-Kalender in Jübek geben wird.awe