Die Wochenschau

Die WochenSchau verlost Karten: Baltic Open Air bei Schleswig

Rocken wie die Wikinger

Das Baltic Open Air von Donnerstag bis Sonnabend, 24. bis 26. August, rockt in diesem Jahr erstmals im Wikingerland vor den Toren Schleswigs. Dabei sind die Hörner im BOA-Logo Veranstalter Daniel Spinler nicht genug – da drüber hängt er in diesem Jahr wieder ein großes Geweih: Die südtiroler Band Frei.Wild kommt ganz exklusiv, denn das Baltic Open Air ist ihr einziger Festivalauftritt in Norddeutschland.

Auf drei Bühnen wird von Donnerstag bis Sonnabend, 24. bis 26. August, ein Feuerwerk der höchsten Rock- und Metal-Liga mit insgesamt 27 Livebands gezündet. Mit von der Partie sind Hardrock- und Heavy Metal-Bands wie Gotthard, Battle Beast, Leaves Eyes und die Metal-Queen Doro.

Aus dem Süden der Bundesrepublik rockt die Formation Megaherz in den Norden. Sie gehört neben Oomph! und Rammstein zu den frühesten Vertretern der Neuen Deutschen Härte. Es ist also Deutschrock angesagt bei den Jungs, die die Metal-Hölle auf die Bühne holen. Mit knallhartem Punk-Rock präsentiert sich die Südtiroler Band Unantastbar. Wer auf Mittelalter-Rock steht, kommt an der Band Saltatio Mortis nicht vorbei. Das Motto der Musiker „Wer tanzt, stirbt nicht“ spiegelt sich auf der Bühnenshow wieder und kein Festivalbesucher kann sich dem Bann entziehen.

Und was geht noch ins Ohr beim BOA: Natürlich weltbester Mittelalterrock mit In Extremo, die Elbrebellen aus Lauenburg überzeugen mit deutschen Hits, Goitzsche Front präsentiert Punkrock aus Bitterfeld und D’Artagnan ist ein bisschen Santiano und ganz viel Musketier mit deutschen Songs, die es in sich haben. Aber auch der deutsche Schlager zum Mitsingen kommt nicht zu kurz. Guildo Horn & die Orthopädischen Strümpfe werden für frenetische Stimmung im Horn-Stil sorgen- das ist sicher.

Im Camp-Bereich wird auf der Viking-Bühne natürlich auch in diesem Jahr wieder mächtig eingeheizt. Hier wird gerockt, mitgesungen und getanzt zu der Musik von B.S.U.R., Backraft, Big Harry, Forgotten North, der Schleswiger Formation Kompliment, One, Riding a Dead Horse sowie Stimmungskanone Stromabnehmer Schultze. Weitere Infos gibt es unter www.

baltic-open-air.de awe

Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband: Einer der größten Vereine des Landes

350 Vereine und 37.000 Mitglieder

Schleswig. Von vielen Bürgern meist völlig unbemerkt hat sich in der Schubystraße einer der größten Vereine des ganzen Landes entwickelt. Seine Wurzeln hatte der RBSV (Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein e.V.) in den 50er Jahren, im Versehrten-Sportverein. Der Versehrtensportverein wurde auf den Grundlagen des Versorgungsgesetzes für Kriegsversehrte gegründet. Damit bot man die Möglichkeit, trotz der körperlichen Behinderung, an sportlicher Betätigung unter fachlicher Anleitung teilzunehmen.

Seit 1980 wurde aus dem Versehrtensport dann der Reha-Sport, der von manchen Krankenkassen zunächst als freiwillige Leistung angeboten wurde. Schon 10 Jahre später allerdings, im Jahre 1990 wurde der Reha-Sport in das Sozialgesetzbuch aufgenommen und steht nun als Pflichtleistung für alle Kassen im SGB 9, § 44. Seither bieten viele Sportvereine in ihren Sparten auch Reha-Sport an. Auch so genannte Herzsportgruppen sind Teil dieser Leistungen. Und hier laufen die Fäden beim RBSV zusammen. Um eine standardisierte Leistung von Flensburg bis nach Lauenburg anbieten zu können, müssen alle Sportvereine, die Reha-Sport anbieten, dem RBSV nachweisen, dass sie einen qualifizierten Übungsleiter und einen Arzt für diese Sportgruppe bereithalten. Erst dann erhalten sie vom RBSV ein Zertifikat, mit dem sie ihre Leistungen bei den Krankenkassen der Sportler abrechnen können. Inzwischen betreut der RBSV 350 Vereine und 37.000 Mitglieder.

Der RBSV ist Mitglied im DBS, dem Deutschen Behindertensportverband. In Zusammenarbeit mit dem DBS bietet der in Schleswig ansässige Schleswig-Holsteinische Verband natürlich auch die Aus- und Weiterbildung der Übungsleiter an.

„Natürlich kann man so großartige Leistungen nur bringen, wenn man selbst für die Sache brennt und wenn die Familie hinter einem steht“, sagte Dagmar Tenhagen, die selbst als Übungsleiterin im Schleswiger Ableger des RBSV, dem Sportverein für Gesundheit und Rehabilitation einige Sportgruppen leitet. Hier in Schleswig ist der SGR mit 1.570 Mitgliedern mittlerweile der größte Reha-Sportverein in ganz Schleswig-Holstein und hat sogar mehr Mitglieder als der Reha-Sportverein in der Landeshauptstadt Kiel. Überwiegend leistet der Verein Übungsstunden im Wasser ab, mit zum Beispiel Aqua-Jogging oder Wassergymnastik. Da steht Dagmar Tenhagen am Beckenrand und lässt sich für jede Übungsstunde neue Übungen einfallen, die sie dann ihren Betreuten nahebringt. rei