Die Wochenschau

Die WochenSchau sucht: Erinnerungen an das Kaufhaus Grimme

Vergangenheit wach halten

30. April: 

Der Abriss des ehemaligen Kaufhauses Grimme wird höchste Zeit und bildet den Auftakt der Innenstadtsanierung. Doch sicherlich gibt es viele Schleswiger, die sich gern an bessere Zeiten erinnern. Diese sind herzlich zur Abrissparty im August eingeladen und sich an unserer Aktion „Die WochenSchau sucht Erinnerungen“ zu beteiligen.

Zu Ehren des ehemaligen Kaufhauses Grimme, zuletzt war dort Hertie angesiedelt, veranstaltet Ingo Harder am Freitag und Sonnabend, 4. und 5.August, eine Abriss-Party im Stadtweg vor dem zum Abbruch freigegebenen  Gebäude.

„Die Idee dazu ist mir so zwischendurch bei der Arbeit eingefallen“ erzählt der 56jährige gelernte Energieanlagen-Elektroniker, der heute mit seiner eigenen Firma als Fliesenleger selbstständig ist.  „In diesem Kaufhaus haben mehrere Generationen eingekauft, fast jeder Schleswiger hat eine Beziehung zu diesem Gebäude. Darum möchte ich eine Abrissparty veranstalten, damit die Schleswiger sich von ihrem alten Warenhaus verabschieden können.“

 Auf die Frage, ob er auch persönliche Erinnerungen an dieses Gebäude hat, fängt Harder zu schwärmen an: „Ich kann mich sehr gut daran erinnern, als ich Heidi Kabel und Henry Vahl beim Einkaufen bei Grimme getroffen habe. Das muss Ende der 60er Jahre gewesen sein, ich war noch ein Kind. Es herrschte ein großer Menschenauflauf um die beiden beliebten Schauspieler des Ohnsorg-Theaters. Als Jugendlicher habe ich viel Zeit im zweiten Stockwerk verbracht, dort war die Schallplatten-Abteilung. Nach der Berufsschule musste ich zum ZOB gehen und kam natürlich auch bei Grimme vorbei, wo ich dann oft nach Schallplatten geschaut habe. Es bestand auch die Möglichkeit, in die Schallplatten hineinzuhören, wenn man den Verkäufer gefragt hat. Ich habe hier unzählige Schallplatten gekauft, zum Beispiel von Dee D. Jackson, Boney M., Deep Purple oder Mike Oldfield. Später habe ich mich mit meinen Freunden oft in der Cafeteria im ersten Stock getroffen, sie war auch für viele andere Schleswiger ein Treffpunkt und eine Art Institution.“ Harder fängt plötzlich an zu lachen und ergänzt: „Bei Karstadt hatte ich auch meinen Stammfriseur. Dort habe ich damals meine erste Dauerwelle bekommen, die war zu der Zeit angesagt.“

 

Für die Abriss-Party, die an beiden Tagen um 14 Uhr beginnt,  sucht Ingo Harder derzeit alte Fotos und Filmaufnahmen, die das Grimme-Kaufhaus zeigen.

Diese Bilder sollen dann während der Party auf eine Leinwand projiziert werden.  „Neben einem Musikprogramm plane ich derzeit auch weitere Aktionen, wie zum Beispiel den Auftritt von Tanzgruppen oder auch eine Modenschau. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.“ so Harder. awe

Kanu-Club „Haithabu“ e.V.: Otto Kaufhold

Einmal um die Welt gepaddelt

30. April

Schleswig. Seit 1958 ist Otto Kaufhold , der bereits als Kind gern mit seinen Eltern paddelte, Mitglied im Schleswiger Kanu-Club „Haithabu“ e.V.  Zu einer großen Überraschung kam es nun während einer Kanutour in Polen/Masuren mitten auf dem Kirmessee. Dort stoppte die Vorsitzende des Schleswiger Kanu-Clubs und andere Teilnehmer und überreichten Kaufhold einen Blumenstrauß. An diesem Punkt hatte er 40.000 Kilometer gepaddelt, das bedeutet, einmal um die Welt gepaddelt zu sein. Am Ziel bekam er eine Schärpe und einen Globus mit Paddel überreicht, und das Glas Sekt dazu fehlte auch nicht.

Nun wurde ihm beim Verbandstag des Landeskanuverbandes Schleswig- Holstein seine Ehrenurkunde für das Globusabzeichen für 40.000 gepaddelte Kilometer in einer Feierstunde überreicht. Auch in Zukunft wird Kaufhold − soweit es die Gesundheit erlaubt − paddeln.