Die Wochenschau

Straßensperrung soll die Amphibien am Berender Redder schützen

Kröten auf Wanderschaft

Anfang März erfuhr Axel Warnke, Sachbearbeiter der Stadtverwaltung aus dem Fachbereich Bau durch einen Anruf aus dem Neubaugebiet am Berender Redder, dass die Krötenwanderung bereits eingesetzt und es einige Unfallopfer gegeben habe. Wegen des warmen Februars haben sich die Amphibien früher als sonst auf den Weg gemacht, um im Feuchtbiotop zwischen der St. Jürgener Straße und dem Berender Redder abzulaichen. In der Tat zählte Warnke beim Ortstermin 38 überfahrene Kröten und reagierte prompt: Der Berender Redder ist derzeit für Fahrzeuge gesperrt.   Am Freitag, 29. März, soll die Sperrung probeweise aufgehoben werden. Für das nächste Jahr macht Warnke sich heute schon Gedanken, dass man möglicherweise  Amphibienzäune an beiden Wegrändern aufstellt.

Jedes Jahr zum beginnenden Frühjahr, wenn die Frostperiode beendet scheint, machen sich viele hundert Kröten vom Neubaugebiet, dem  Märchenkreis, in das naheliegende Feuchtbiotop zwischen der St. Jürgener Straße und dem Berender Redder auf den Weg, um an dem Ort abzulaichen, an dem sie selbst vor einigen Jahren auf die Welt gekommen sind.

In diesem Jahr begann die Wanderung der Kröten wegen des warmen Februars früher. Bereits Anfang März erreichte Axel Warnke, Sachbearbeiter der Stadtverwaltung aus dem Fachbereich Bau, zuständig für Verkehrsrecht, ein Anruf aus dem  Neubaugebiet: Mehrere Kröten hätten ihr Ziel nicht mehr lebend erreicht. Darauf setzte sich Warnke sofort telefonisch mit der sachlich zuständigen unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Schleswig-Flensburg in Verbindung und fuhr dann mit seinem Kollegen Jens Bagehorn-Delor aus dem Sachgebiet öffentliches Grün/Landschaftsbau zum Berender Redder. Ihnen bot sich ein nicht sehr schönes Bild: sie zählten 38 überfahrene Kröten. Hier war Handlungsbedarf. Die Möglichkeit einer Straßensperrung aus Gründen des Arten- und Biotopschutzes ergibt sich aus Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Gleichwohl sagt Warnke, sei die Sperrung einer Straße eigentlich nur das letzte Mittel. Aber beim Berender Redder handele es sich um eine nachgeordnete Straße, bei der man durchaus auf Zeit, zu diesem Mittel greifen könne; zumal auch mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit keine andere wirkungsvolle Möglichkeit bliebe.

Kröten wandern eigentlich nur in der Zeit von 19 bis 6 Uhr, aber extra einen Mitarbeiter von den Umweltdiensten abzustellen, der morgens die Sperrbarke aus dem Weg räumt, um sie abends wieder vor zu schieben, das wäre wohl auch für Schleswiger Verhältnisse ein wenig zu aufwändig. Also hat man die Straße gleich ganz gesperrt.

Zunächst geht man davon aus, dass die Krötenwanderung wohl bis Freitag, 29. März, beendet sein wird. Zumindest soll die Sperrung dann probeweise aufgehoben werden. Für das nächste Jahr macht Warnke sich heute schon Gedanken, dass man möglicherweise  Amphibienzäune an beiden Wegrändern aufstellt. Aber auch das will sorgfältig bedacht werden, denn letztendlich wäre eine vorübergehende Sperrung für das Stadtsäckel günstiger.  rei

Taktisches Luftwaffengeschwader 51 erhält Prinz-Heinrich-Preis

Bronze-Statue ehrt „Immelmänner“

Jagel. Mit der Verleihung des „Prinz-Heinrich-Preises“ wurde dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ eine Auszeichnung der Wertschätzung herausragender Gesamtleistung zuteil. Im Rahmen eines Appells mit Feierstunde auf dem Flugplatz in Jagel überreichte Generalleutnant Helmut Schütz, Kommandierender General des Luftwaffentruppenkommando die antike Bronze-Statue an Geschwaderkommodore Oberst Kristof Conrath.   General Schütz lobte die Leistungen und Herausforderungen, die durch das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ erbracht und gemeistert werden. Vor allem die ständige Einsatzbereitschaft und die Teilnahme an aktuell drei Einsätzen, „Counter DAESH“, „Resolute Support“ und „Minusma“ standen nun im Fokus, ebenso wie die Herausforderung zur Konsolidierung der fliegerischen Ausbildung im Tornado standen 2018 als weitere Schwerpunkte im Aufgabenheft des Geschwaders. General Schütz dankte allen Soldaten und zivilen Mitarbeitern für ihren Einsatz. „Ich habe mich überzeugen können, dass das Geschwader den Preis redlich verdient hat. Sie haben ein wahrhaft breites Spektrum bewiesen und nun den Prinz-Heinrich-Preis 105 Jahre nach dem Guss der Statue, 55 Jahre nach seiner ersten Verleihung in der Luftwaffe und als sechster Preisträger im 21. Jahrhundert mehr als verdient“, sagte Schütz. Oberst Conrath brachte seinen Dank und seine Anerkennung an alle Angehörigen des Geschwaders zum Ausdruck und betonte diesen Preis als Auszeichnung der Gesamtleistung des Verbandes zu sehen. „Ein besonderer Moment für das Geschwader. Die Preisverleihung ist eine Anerkennung für das Geleistete und ein Ansporn für die Zukunft. Ich bin stolz auf sie alle“, sagte Conrath und wandte sich in Richtung der Soldaten. Das vergangene Jahr war für das Geschwader kein Zuckerschlecken. Der Kommodore verdeutlichte die Belastung des Geschwaders, das in 2018 insgesamt 680 Soldaten in den Einsatzgebieten der Bundeswehr aussandte. Die Wertschätzung und Anerkennung gegenüber des Geschwaders wurden ebenso von den Gästen gezollt - dazu gehörten Landrat Wolfgang Buschmann, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, die Bürgermeister und Vertreter aus Schleswig, Kropp, Haddeby sowie den Umlandgemeinden. chw