Die Wochenschau

Helge Schütze löst Rüdiger Knospe ab und bekommt viel „Spielgeld“ für die Wikingerstadt

Neuer Stadtmanager in Schleswig

Mit der offiziellen Vorstellung im „kleinen Haus der Wirtschaft“ steht fest, wer Nachfolger von Rüdiger Knospe und damit vierter Stadtmanager seit 2009 wird: Helge Schütze wurde Anfang der Woche durch Arne Hansen, Aufsichtsrat des Stadtmarketings, den zahlreichen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft in den Räumen der Industrie- und Handelskammer vorgestellt. Vielen Bürgern wird der 49-jährige bereits bekannt sein, ist er doch ein „Schleswiger Kind“, wie er von sich sagt. Mit vielen Ideen möchte der Schubyer sein neues Wirkungsfeld ab 1. September füllen, dabei Bewährtes aufrecht erhalten und neue Dinge anschieben für die „Wikingerstadt Schleswig“. Bürgermeister Arthur Christiansen verwies dabei mit über 3.000.000 Millionen Euro auf den prall gefüllten Haushalt von 2016, der es ermögliche das „Spielgeld“ für den Stadtmanager deutlich zu erhöhen.

 

Helge Schütze wird zum 1. September Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, deren Geschicke zuvor Rüdiger Knospe dreieinhalb Jahre leitete, bis der 64-jährige Ende des Monats seine Verantwortung abgibt. „Es war prima und eine tolle Zeit!“, meint Knospe, trotz mancher frustrierenden Momente. „Aber das ist das Tolle an Schleswig, wir haben das immer hinbekommen.“, betont der scheidende Stadtmanager, der laut Bürgermeister Arthur Christiansen auf produktive Weise „stur genug“ war, das Thema „Wikingerstadt“ anzuleiern. „Es ist wichtig, auch wenn es manch einer noch immer kritisch sieht. Es geht um Marketing. Das ist der Wegweiser in die Stadt.“, macht Knospe deutlich. Der Verantwortung ist sich auch der Neue bewusst. „Es dreht sich bei meiner neuen Aufgabe um die Stärkung unserer Stadt. Um das Bestehen im Wettbewerb mit anderen Städten, um die Gunst der Bürger und Unternehmer, um Zuzugswillige und Schleswiger“, betont Schütze, der sich gerne vielmehr als Stadtkoordinator sehen würde, der viele Dinge zusammenbringt. Der verheiratete Familienvater aus Schuby ist in Kropp aufgewachsen und ging in Schleswig zur Schule. Den künftigen Stadtmanager verbindet sein ganzes Leben mit Schleswig, und er hat auch den Großteil seines Berufslebens in der Schleistadt verbracht. „Ich mag Schleswig, weil´s hier schön ist.“, sagt er schlicht. Er fügt hinzu: „Was mir am Herzen liegt ist, dass nicht nur die Schleswiger, sondern auch überregional die Menschen positiv über Schleswig sprechen können.“  Er selbst hege beispielsweise den Traum, aus dem Capitolplatz einen „Loungeplatz“ zu gestalten. Mit Arbeitsantritt möchte er sich jedoch erst einen Überblick über anfallende Aufgaben machen und vor allem in Kontakt treten mit den Bürgern. „Ich möchte wissen, wie sie denken über Schleswig und welche Ideen sie für Schleswig haben.“, meint Schütze. Bis es jedoch soweit ist, arbeite er eigene Wünsche seiner „persönlichen Lebensliste“ ab. Dazu gehöre die Arbeit auf einem Fischkutter zum Krabbenfang oder der anstehende Campingurlaub mit seiner Familie. Fri

Grundsteinlegung für das neue Gebäude-Ensemble 54° Nord direkt an der Schlei

Großprojekt auf der Freiheit

Schleswig. Die große Baugrube im westlichen Bereich der Freiheit, zwischen dem öffentlichen Spielplatz und der Schleipromenade, ist aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt worden. Die Firma Manke-Bau aus Henstedt-Ulzburg erwarb das Grundstück Ende 2016 von der Auf der Freiheit GmbH & Co. KG. „Die Freiheit in Schleswig beobachte ich schon seit zehn Jahren.“ erklärt Geschäftsführer Christian Manke. „Wir hatten mehrere Male versucht, vom Team Vivendi Grundstücke zu erwerben, aber wir kamen nicht zusammen.“

Der Name „Alter Fabrikhof“ ist genauso Geschichte, wie das Gebäude der Fischkonservenfabrik aus dem Jahr 1919, das vor sechs Jahren abgebrochen wurde. Unter der Bezeichnung „54° Nord Schleswig“ entsteht hier in einer exklusiven Lage direkt an der Schlei ein neues Gebäude-Ensemble. 54° Nord besteht aus fünf einzelnen Gebäuden, zwischen denen Raum für Grünflächen bleibt. Von jeder Wohnung aus gibt es einen Blick auf die Schlei, das gehört zum übergeordneten Konzept. Durch eine gemeinsame Tiefgarage sind alle Baukörper miteinander verbunden.

Im ersten Bauabschnitt entstehen zunächst zwei Häuser mit jeweils 22 Wohnungen von 54 Quadratmeter bis 97 Quadratmeter. Alle Wohnungen sind mit dem Aufzug erreichbar und verfügen über eine Terrasse.  Im ersten Haus sind bereits 70 Prozent der Wohnungen verkauft, spätestens im dritten Quartal 2020 sind die beiden Häuser fertig.

Seit Anfang Juni sind die Tiefbauarbeiten in Gange. Bei einem Bilderbuchwetter wurde vergangenen Freitag, 13. Juli, der Grundstein für das 30 Millionen Euro umfassende Projekt gelegt.

 „Das Projekt ist ein Meilenstein für die Entwicklung der Freiheit.“ so der stellvertretende Bürgermeister Jonas Kähler. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung, die die Kaserne für Schleswig hatte. „Die Schließung der Kaserne war eine Zäsur in der Geschichte der Stadt.“ Kähler bedankte sich bei der Firma Manke, dass sie den Weg nach Schleswig gefunden hat. „Nun kann der westliche Teil der Freiheit vollendet werden.“

Derzeit wird in der Baugrube gebohrt. Für den ersten Bauabschnitt müssen 222 Pfähle mit einer Länge zwischen 10 und 14 Meter eingebracht werden. Die Zeitkapsel, befüllt mit Münzgeld, einer Zeitung, den Wünschen einiger Wohnungseigentümer und einem Gruß der Projektleiters Jörk Thüsing, drückten Jonas Kähler und Jörk Thüsing in den frischen Beton von Pfahl Nr.17. Nebenbei teilte Christian Manke mit, dass seine Firma auch das Grundstück des Regattaquartiers erworben hat.

Nach Fertigstellung des 54° Nord Projekts in vier Jahren wird Manke-Bau das Regattaquartier entwickeln. awe