Die Wochenschau

Der sechsjährige Labrador-Mix Frieda gehört zum Kornmarkt-Geschehen

Wenn´s um die Wurst geht

Alle kennen Frieda, und Frieda kennt sie alle:  Die freundliche Hundedame weiß genau, dass ihr Herrchen Stephan  Pfeifer stets in seinem Spielwarengeschäft zu finden ist, dass es im Bistro Marvil viele Streicheleinheiten und Leckerlies gibt, und dass einige Besucher ihr sehr gern eine Wurst von Schlachter Lausen spendieren. Seit sechs Jahren ist sie - oft im Alleingang - in der Schleswiger Innenstadt unterwegs und macht ihre Runde durch die Geschäfte. Die Kornmarkt-Gemeinschaft hat immer ein Auge auf den netten Vierbeiner und schätzt dessen gesellige Art. Ruhig und unaufdringlich, aber mit feinem Gespür und perfektioniertem „Dackelblick“: So bekommt Frieda eigentlich immer, was sie will - auch als Labrador-Mix. Übrigens ist Frieda nicht das erste Kornmarkt-Tier, sondern führt gewissermaßen eine kleine Tradition mit prominenten Vorgängern fort.

Es geht um die Wurst …aber eigentlich auch nicht so richtig. Die Wurst ist lediglich ein schmackhafter Nebeneffekt, der Frieda zugutekommt. Frieda ist eine sechsjährige Labrador-Misch-Dame, die den Kornmarkt auf vier Pfoten erobert hat, insbesondere auch die Herzen der Anwohner, Geschäftsinhaber und Besucher. Frieda ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Kornmarkt-Gemeinschaft geworden. „Eigentlich hatten wir immer ein Kornmarkt-Tier“, erzählt Karen Bremer vom Bistro Marvil. Vor Frieda war es der sehr gut gebaute Kater Jakob, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Auch nicht, wenn er genüsslich mitten im Stadtweg lag und der Paketdienst dort vorbeifahren wollte“, erinnert sich Karen Bremer mit einem Schmunzeln. „Da musste der Fahrer eben mal etwas länger warten.“ Heute ist es die rabenschwarze Frieda, die den schmucken Kornmarkt zu ihrem Domizil erkoren hat. Angefangen hatte alles mit der Eröffnung des Spielwarengeschäftes Pfeiffer einige Eingänge weiter. Bereits während der Umbaubauarbeiten inspizierte die Hündin das Umfeld. „Als sie eines Tages vor unserer Tür stand, haben wir sie einfach reingelassen. Wenn ihr der Baulärm zu viel wird, ist sie bei uns immer herzlich eingeladen“, erzählt Jan Bremer rückblickend und tatsächlich hat Frieda das Ehepaar Bremer beim Wort genommen. Morgens sitzt sie vor der Bistro-Tür und wartet, dass diese geöffnet wird. Sie hat hier ihren eigenen gemütlichen Platz und weiß auch schon, wo die Leckerlies versteckt sind. Frieda weiß aber auch, dass Küche und Tresen für die Hundeschnauze tabu sind. Wenn der Trubel dann zu groß wird oder viele Gäste in dem Bistro Platz genommen haben, zieht sich Frieda dezent zurück. Jeder liebt Frieda, überall gibt es Streicheleinheiten und so ein „Bummel“ entlang des Kornmarktes lohnt sich auch. „Wir haben einen Gast, der geht mit Frieda regelmäßig zum gegenüberliegenden Schlachter und kauft drei Würstchen“, berichtet Karen Bremer und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Eines für sich selbst und zwei für Frieda.“ Auch Hundehalter Stephan Pfeiffer ist überrascht von der Beliebtheit seiner Frieda: „Sie ist im Laden groß geworden und mag Menschen. Aber dieser tägliche Spaziergang ist erst in Schleswig entstanden. Und dass alle meine Frieda so sehr mögen, freut mich natürlich auch.“ awe

Die Interkulturellen Wochen finden bundesweit statt

„Vielfalt verbindet“ auch in Schleswig

Schleswig. „Vielfalt verbindet“ lautet das Motto der „Interkulturellen Wochen“, die vom 15. September bis zum 29. September in der gesamten Bundesrepublik stattfinden. Im Mittelpunkt steht das interkulturelle Zusammenleben, mit dem Wunsch und dem Ziel für gegenseitiges Verständnis, Respekt und Toleranz zu werben. Gleichzeitig will man ein sichtbares Signal gegen rechtsextreme Gewalt, rassistische Ausgrenzung und Diskriminierung setzen. Mit einem bunten Mix an unterschiedlichen Veranstaltungen beteiligen sich auch Vereine und Institutionen der Schleistadt an dem sozialen Projekt, das von der Landtagsabgeordneten Birte Pauls als Schirmherrin begleitet wird. In ihrem Vorwort auf dem bunten Prospekt unterstreicht sie: „Es warten noch viele Herausforderungen auf uns alle. Aber gegenseitiger Respekt, Toleranz und das Wissen um die jeweiligen Traditionen sind die besten Grundlagen für ein gutes Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft, die so an kulturellen Reichtum stärker wird.“ Am Sonntag, 16. September, läuft der Film „Zentralflughafen THF“ im Capitol Filmpalast. Am Sonnabend, 22. September, findet der Workshop „Geschichten vom Fliehen und Ankommen“ im Schloss Gottorf statt. Der Capitol Palast zeigt den Film „Willkommen bei den Hartmanns“ am Mittwoch, 26. September, und am gleichen Tag findet ein kulturelles Kochduell im Wirtschaftszentrum Handwerk Plus statt. Die Stadtbücherei veranstaltet am Donnerstag, 27. September, die Aktion „West-östlicher Brückenbau – Lyrik und Prosa aus Syrien und von Syrern, und der Bund der Vertriebenen lädt zu einem Tag der offenen Tür mit dem Thema Toleranz und Unterstützung der Flüchtlinge ein. Am Freitag, 28. September, gibt es im Gemeindehaus am Kolonnenweg ein Begegnungsfest mit Musik, Unterhaltung und einem internationalen Büfett.   Weitere Infos unter www.schleswig-flensburg.de. awe