Die Wochenschau

Weihnachtsmalwettbewerb der WochenSchau: Die Jury hatte es schwer

"Kamila malte das Weihnachtsbild"

21. Dezember: 

Der WochenSchau-Malwettbewerb zum Weihnachtsfest ist eine bewährte  Tradition. Zahlreiche, liebevoll gemalten Bilder wurden in der Redaktion abgegeben, so dass die Jury es nicht leicht hatte. Die Wahl des Titelbildes fiel in diesem Jahr auf das Werk von Kamila Cerniauskaite aus Böklund.

Verein Verwaiste Eltern:Gedenkfeier in der Dreifaltigkeitskirche

"50 Lichter für Hoffnung und Trost"

21. Dezember

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 20.000 Kinder und junge Erwachsene. In ihren Familien ist dieser Verlust täglich präsent, und einmal im Jahr kommen sie am Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder zusammen, um ein Licht für ihre Söhne und Töchter, Geschwister und Enkel anzuzünden. Während an diesem zweiten Sonntag im Dezember weltweit Kerzen in den Fenstern stehen, wird in Schleswig auf Einladung des Vereins „Verwaiste Eltern“ seit 14 Jahren die Friedrichsberger Dreifaltigkeitskirche zum Leuchten gebracht.

An diesem dritten Advent entzündete Trauerbegleiterin Elke Heinen mehr als 50 Kerzen über dem symbolträchtigen Taufbecken  – zwei auch für Bärbel Wartenberg-Potter.

Die frühere Bischöfin ist die Schirmherrin des Vereins und hält traditionell die Predigt. Einleitend sagte sie: „Alle, die heute hier zusammen gekommen sind, haben ein Menschenkind verloren. Ich gehöre auch dazu.“ Danach sprach sie von der biblischen Gestalt des Elias, ein Prophet Gottes, der schwer an seiner Last trägt. Als ihn auf seinem Weg durch die Wüste die Kraft verlässt, schickt Gott ihm einen Engel, der ihm sagt: „Steh auf und geh.“

In Anlehnung an die Predigt berichteten Eltern von ihrem langen Weg durch die Wüste, begleitet von Schmerz, Sehnsucht, Trauer, aber auch Eifersucht, Hass und Zorn. So erzählte eine Mutter sehr eindringlich: „Die Leute sagen, Zeit heilt alle Wunden, aber das stimmt nicht. Das Kind fehlt täglich. Immer, überall.“ Sie verspüre manchmal Hass auf fröhliche Menschen und sagte daher: „Meine Schritte in der Wüste sind voller Zorn.“ Eine andere Mutter sprach davon, wie sie ihr Leben gegeben hätte für ihr Kind: „Doch ich konnte nicht verhindern, dass es stirbt.“ Und eine weitere Betroffene hofft, „mein Kind im Jenseits wiederzusehen“.

Für Hoffnung steht auch das entzündete Licht. Hoffnung, dass die Trauer das Leben nicht für immer verdunkelt. Aber auch „Gott ist das Licht, Leben und die Quelle des Trostes“, sagte Bärbel Wartenberg-Potter und ergänzte: „Denn Gott selbst hat ja sein Kind verloren.“ Und er ist da: „Gott hat einen Auftrag für dich, für den dir wieder Stärke geschenkt wird“, schloss sie. (kra)