Die Wochenschau

Bundespolizei warnt vor gefährlichem Trend:„Selfis“ auf Bahnanlagen

"Gefahr auf den Bahngleisen"

17. Mai: 

Die Inspektionen der Bundespolizei greifen immer wieder junge Mädchen auf Bahnschienen oder in deren Nähe auf, die dort  Selbstportraits, die sogenannten „Selfies“, aufnehmen. Mit den scheinbar endlosen Gleisen wollen sie die enge Freundschaft zu einigen Menschen symbolisieren, die ihnen nahe stehen.

Genau hierin liegt die Gefahr. Sich nähernde Züge bilden die Hauptgefahrenquelle. Während die jungen Mädchen in die Aufnahme vertieft sind, können Loks nicht wahrgenommen werden. Hinzu kommt, dass modere Triebwagen verhältnismäßig leise unterwegs sind. In Ausnahmefälle kann es auch für eine Notbremsung durch den Zugführer zu spät sein, wenn die Mädchen nicht rechtzeitig erkannt werden können.

Einige Mädchen informieren sich im Vorfeld auf den Fahrplänen über die nächsten Züge auf dem Gleisabschnitt. Dies bietet aber keinerlei Sicherheit, da beispielsweise Güterzüge nicht auf den Fahrplänen verzeichnet sind. Ebenso tauchen Züge, die den Bahnhof nur durchfahren, nicht auf den Fahrplänen auf. Personen, die von Triebwagen erfasst werden, haben keine Überlebenschance. 

Besonders Mädchen im Alter von zwölf bis 16  Jahren gehören zu der Gruppe, die sich für Selfies auf Bahngleisen trifft. Neben dem Synonym für Freundschaft sorgen Aufnahmen von Fotografen auf Bahnanlagen für einen Nachahmungseffekt. In der Regel sind auch diese Aufnahmen nicht autorisiert worden. Hierbei handelt es sich um hochriskante Aktionen von Fotografen und Modellen.

„Der Gleisbereich ist tabu!“, gibt Pressesprecher Hanspeter Schwartz von der Bundespolizeiinspektion Flensburg  zu bedenken.

Gerne informieren die Präventionsbeauftragten der Bundespolizei über die Gefahren entlang und auf Bahnanlagen. Hierzu steht die kostenfreie  Servicenummer 0800-6888000 zur Verfügung. Zudem  können Fragen per E-Mail an kriminalpraevention(at)bund.polizei.de gestellt werden. Weitere  Informationen gibt es auch im Internet unter www.bundespolizei.de. (rwi)

Volle Fahrt voraus: Neues Logo für die Stadt Schleswig

"Volle Segel mit Rückenwind"

17. Mai

Ein aufgeblähtes Rahsegel am Steven zeigt bildhaft die Kraft des Rückenwindes, der das angedeutete Wikingerschiff voraus lenkt. Die rot-weißen Farben symbolisieren die freundschaftliche Verbindung zum Nachbarn Dänemark. So sieht der Gewinnerentwurf des Wettbewerbes aus, zu dem die Stadt Schleswig Marketingexperten aus Deutschland und Dänemark aufgerufen hatte, um ein neues Logo samt Slogan für Schleswig zu finden.

66 Entwürfe wurden eingesandt – allesamt hätten den Mittelpunkt  „Wikinger“ in ihrem kreativen Ideenreichtum eingebaut, so Stefan Wesemann, Leiter der Industrie-und Handelskammer-Geschäftsstelle (IHK).

Die IHK war von der Stadt mit der Organisation des Wettbewerbs beauftragt worden. Eine Jury, bestehend aus neun Männern und zwei Frauen, befasste sich nun mit der Auswertung, deren Zusammenkunft von Stefan Wesemann und Antje Wendt, Pressesprecherin der Stadt Schleswig, begleitet wurden.

Den Zuschlag bekommen hat ein Marketing-Team aus Leipzig, zu dem neben Johannes Stacheder und Aljoscha Subke auch Lennart Sütterlin angehört. Der Sohn der Lürschauer Bundestagsabgeordneten Sabine Sütterlin-Waack studiert in der sächsischen Metropole Kommunikationsdesign. Gemeinsam freut sich das Grafik-Team nun über das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro.

Da der Jury sämtliche Entwürfe anonym vorgelegt wurden, habe der bekannte Name keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, versicherte Wesemann. Ihr Slogan-Vorschlag „Schleswig – das Tor zum Wikingerland“ schaffte es indes nicht in die engere Wahl. Nun bleibt den städtischen Gremien die gemeinsame Wahl des Slogans auszuloten, ob sie diese in „Wikingerstadt Schleswig“, oder „Schleswig – die Stadt im Wikingerland“ benennen wollen. Das Markenzeichen ist festgelegt – die beiden Varianten des Slogans werden zunächst dem Kulturausschuss, danach dem Hauptausschuss und zuletzt der Ratsversammlung vorgelegt.

„Viele Menschen haben sich damit beschäftigt, das hat mich positiv überrascht. Das Ergebnis ist wunderbar. Ein Schiff, das sich aufmacht, um etwas zu bewegen, zeigt, wir können das auch. Mit beiden Slogans kann ich gut leben. Danke für die professionelle Vorbereitung“, sagte Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen. Auch Stadtmanager Rüdiger Knospe freute sich darüber, dass das Thema Wikinger, als „Alleinstellungsmerkmal von Schleswig“, zum zentralen Thema geworden ist. „Die vollen Segel mit Rückenwind – das hat auch etwas Symbolhaftes für Schleswig“, sagte Knospe. Es gehe darum, neue Kunden und Gäste nach Schleswig zu locken und gleichzeitig Selbstbewusstsein zu zeigen. „Mit diesem Logo senden wir genau das nach draußen“. (chw)