Die Wochenschau

„De Plattdütschen“ laden am 19.9. zur öffentlichen und kostenlosen Generalprobe

„De dree Blindgängers“

Risum-Lindholm. Die Theatergruppe „De Plattdütschen“ geht in diesem Jahr in ihre 36. Spielzeit. Momentan wird noch fleißig geübt, die Schauspielerinnen und Schauspieler tüfteln noch an ihrem Bühnenbild und proben nun auf der Bühne, um für die Premiere am Sonntag, 23. September, um 15.30 Uhr  im Andersen-Hüs gerüstet zu sein. Ausgesucht haben sich „De Plattdütschen“ diesmal die Komödie  in drei Akten „De dree Blindgängers“ von Maximilian Vitus und Walter Gudegast. Zum ersten Mal laden die Schauspieler zu einer öffentlichen Generalprobe ein. Am Mittwoch, 19. September, um 20 Uhr ist das Zuschauen im Andersen-Hüs zudem kostenlos.  

Das Stück „De dree Blindgängers“ stand schon lange auf der Liste von  Silke Friedrichsen und ihren Kollegen. „Aber erst diesmal passte es richtig von der Besetzung her“, verspricht die Leiterin der Theatergruppe zweieinhalb Stunden Spaß und gute Laune.

In dieser plattdeutschen Komödie geht es um die drei Brüder Krischan (Christian Friedrichsen), Korl (Hauke Friedrichsen) und Jörn (Kalle Schmidt), die mit der alten Dienstmagd Greten (Monika Jensen) auf einem Bauernhof leben. Mit Heiraten haben die Landwirte nichts am Hut, obwohl Viehhändler Thomsen (Andreas Ingwersen) sich große Mühe gibt, das Trio unter die Haube zu bringen. Ihrer Meinung nach läuft alles bestens. Im Dorf werden sie nur die drei Blindgänger genannt.

Eines Tages entdecken die Brüder vor ihrer Haustür ein Findelkind. Sie nehmen sich des Säuglings an, versorgen und verhätscheln ihn - zwar etwas unbeholfen, aber liebevoll. Aber was tun? Und wer ist die Mutter? ein junges Dienstmädchen namens Hanne (Merle Schulte) soll sich um den Kleinen kümmern, denn Greten will vom Kinderhüten nichts mehr wissen. Viehhändler Thomsen bringt noch die reiche Witwe Beckmann (Silke Friedrichsen) ins Spiel, doch die Babysitterin Hanne hat längst das Zepter übernommen.

Was aus den drei Blindgängern und ihrem Baby wird, kann man sich im Andersen-Hüs an folgenden Tagen ansehen: So. 23.9. (Premiere) um 15.30 Uhr,  Mi. 26.9. um 20 Uhr, So. 30.9. um 15.30 Uhr, So. 4.11. um 15.30 Uhr (ausverkauft), Mi. 7.11. um 20 Uhr, So. 11.11. um 15.30 Uhr (ausverkauft), Di. 13.11. um 20 Uhr, So. 18.11. um 15.30 Uhr (ausverkauft), Do. 22.11. um 20 Uhr, Mi. 28.11. um 20 Uhr, Sa. 1.12. um 15.30 Uhr und So. 2.12. um 15.30 Uhr.

Karten für die Aufführungen im Andersen-Hüs gibt es in der Bücherstube Leu in Niebüll, bei der Bäckerpost Jannsen und dem Andersen-Hüs in Risum-Lindholm oder über www.andersen-hues.de. Für alle Vorstellungen gibt es Karten ohne Platzreservierung. (pu)

Stabwechsel vollzogen zwischen der neuen und alten FKJlerin auf dem Charlottenhof

Hallo Franzi - servus Antonia!

Klanxbüll. Für Antonia Ahner geht ein sehr aufregendes und interessantes Jahr im hohen Norden zu Ende. Das Abenteuer Freiwilliges Kulturelles Jahr (FKJ) auf dem Charlottenhof hat sich für die 20-Jährige  gelohnt. „Der Sommer war sehr intensiv, so voller Konzerte und Veranstaltungen, aber total gut. Als ich vor einem Jahr hierher kam, hatte ich keine bestimmten Erwartungen, habe in der Zeit dann aber so viel gelernt. Ich freue mich auf das letzte Konzert“, ist die Allgäuerin jetzt doch etwas wehmütig. „Klanxbüll ist mein neues Zuhause geworden“, schiebt sie hinterher. Packen und Abschiednehmen machen sie doch ein wenig sentimental.

Ihre Nachfolgerin sitzt ihr dabei schon gegenüber. Der Stabwechsel erfolgte beim  letzten After-Work-Konzert am Mittwochabend,  Antonia übergab nach der Ankündigung der Band „Inbetween“ das Mikrofon an ihe Nachfolgerin Franziska Brandl. Die kommt wie sie aus dem tiefen Süden Deutschlands, aus der niederbayerischen Stadt Abensberg. Im Sommer hat die 19-Jährige die Fachhochschule beendet.

Ostern war Franziska Brandl schon einmal auf Föhr, im Juli hat sie sich in Klanxbüll vorgestellt und war einen Woche hier. „Davor war ich noch nie nördlicher als Nürnberg“, erzählt sie lachend. „Ich wollte aber schon immer gerne am Meer leben und auch unbedingt ein freiwilliges soziales Jahr machen. In Bayern waren die Angebote dafür nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Da habe ich dann im Internet gesucht, den Charlottenhof gefunden und mir gedacht: Der Norden könnte es sein!“,   beschreibt Franziska Brandl, wie sie auf die Idee gekommen ist, für ein Jahr nach Klanxbüll zu wechseln. Die Arbeit hier, die überschaubare Größe und die schöne Wohnung am Infozentrum haben sie ebenso überzeugt wie der Charlottenhof selbst. „Die verschiedenen Veranstaltungen und viel Musik - das finde ich interessant“.

Das erste Bewerbungsgespräch wurde per Skype geführt. „Um einen ersten Eindruck voneinander zu gewinnen, ist das sehr hilfreich. Das habe ich bei Antonia auch schon so gemacht, schließlich ist es ein weiter Weg bis hier hoch“, erzählt Bärbel Nissen-Schütt.

Franziska Brandl ist die 16. FKJlerin auf dem Charlottenhof. Gerade erst wurde hier das Jubiläum gefeiert. Von den bisher 15 jungen Frauen haben sich zwölf das wiedergesehen, und  Franziska war auch dabei. „Die haben alle eine sehr gute Verbindung untereinander, obwohl sie alle nacheinander hier waren. Das war ein familiäres Treffen mit den Vereinsmitgliedern“, freute sich Bärbel Nissen-Schütt über das Wiedersehen mit ihren Ehemaligen.

Für Antonia war das eine schöne Krönung ihres Jahres auf dem Charlottenhof. „Aber jetzt freue ich mich auch auf Zuhause“, wird es die 20-Jährige aber nicht lange im Allgäu halten. Sie zieht dann zum Studium nach Göttingen.

Franziska hat von ihrer Vorgängerin schon einiges gelernt und in der Woche im Juli auch schon einiges mitbekommen. Damals war sie beim Piratentag der Kinder schon aktiv, hatte schnell einen Piratenpass für die Teilnehmer gebastelt. Und eine Trauung hat sie auch schon miterleben können.  „Ich freue mich riesig. Die Arbeit hier ist schon einen Herausforderung“, wirkt die 19-Jährige noch etwas unsicher. Aber das wird sich mit Sicherheit schnell geben. Bei der Oldorf Revival-Party hat sie sich gleich als Tresenkraft für die Küche einteilen lassen. „Mutig von ihr“, meint Bärbel Nissen-Schütt lachend.  Schließlich ist die Oldorf-Party dafür bekannt, dass es dann auch gern einmal etwas länger geht. 

Die erste große Aufgabe hat die junge FKJlerin dann beim traditionellen Weihnachtsmarkt Anfang Dezember. Da darf sie dann das Motto des Marktes bestimmen - ob rote, blaue, glitzernde oder leuchtende Weihnachten. Und als Engel darf sie sich dann mit ihren Kolleginnen vom Infozentrum und aus Niebüll auch um die Kinder kümmern.

Wohnen wird Franziska Brandl wie schon ihre Vorgängerinnen in der WG am Infozentrum. Da hat sie dann gleich Kontakt zu ihren Kolleginnen. „Das erleichtert vieles, und die Hemmschwelle ist dann gleich null“, so Bärbel-Nissen Schütt. (pu)

 

Bildunterschrift: Nahtloser Übergang auf dem Charlottenhof: Bärbel Nissen-Schütt (re.) nimmt Abschied von Antonia Ahner (li.)  und  begrüßt ihre Nachfolgerin Franziska Brandl.  Foto: Pustal

begrüßt ihre Nachfolgerin Franziska Brandl.  Foto: Pustal