Die Wochenschau

Segelflugwoche: Vom 13. bis 17. April bei der Sportfluggruppe in Leck

"Menschheitstraum Fliegen"

12. April: 

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit und noch heute für viele der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Doch vor dem ersten Alleinflug stehen viele Stunden einer überaus disziplinierten Ausbildung „Eine Ausbildung, die junge Menschen für ihren weiteren Werdegang formt, beruflich wie privat“, sagt Harald Callsen, 1. Vorsitzender der in Leck beheimateten Sportfluggruppe (SFG). „Gerade junge Menschen, die es gelernt haben im Team zu arbeiten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, die braucht unsere Gesellschaft.“

Dass sich die Sportfluggruppe stark der Jugendarbeit verschrieben hat, zeigt einmal mehr der Blick hinter die Kulissen. Früh wurde die Notwendigkeit erkannt, den Segelflug in Leck auf finanziell solide Beine zu stellen. Der Förderverein „Club 50“ wurde gegründet, und so eine Basis geschaffen, neben der Anschaffung modernster Technik, gerade auch den Jugendlichen finanziell die Fliegerei zu ermöglichen. „Die Jugendlichen zahlen ihren Monatsbeitrag  von 30 Euro - sonst nichts. Der Rest wird durch den Förderverein getragen“, erklärt Ottmar Grün, Vorsitzender des „Club 50“.

„Club 50“ sponsert die Ausbildung für Jugendliche

Mehr als zehn Jahre sind die Sponsoren des „Club 50“ bereits tätig und haben bereits mehr als 50.000 Euro für Anschaffungen und Jugendarbeit der Sportfluggruppe investiert.

So sind auch Tage wie die anstehende Flugwoche von  Montag, 13. April, bis Freitag, 17. April, möglich. „Doch nicht nur unsere Flugwoche, sondern auch unsere Schnupperangebote sowie Gutscheine für die Konfirmanden und unsere Teilnahme bei zahlreichen Veranstaltungen, „Hauptstraßen Vergnügen“ in Niebüll oder „Bunte Meile“ in Leck, wecken immer wieder das Interesse“, erklärt Harald Callsen und verweist auf die Möglichkeit, sich bereits von zu Hause, unter www.sportfluggruppe.de zu informieren.

Zu erreichen ist der Flugplatz im Ketelsburger Weg, Tor 10, in  Leck.

Anmeldungen für die Flugwoche, wie auch sonstige Anfragen unter Tel. 04662-3914. (dh)

Made in North Frisa:Neues Album von „Torpus & The Art Directors“

"The Dawn Chorus" - melodiöser Folkpop"

12. April

Sönke Torpus ist oft in der alten Heimat Niebüll. Der Musiker schaute bei Jürgen Lüders herein, erzählte, dass bald seine neue CD erscheint, das neue Album „The Dawn Chorus“. Ein Anlass mit ihm zu reden. Bis auf eine Ausnahme stammen die Songs aus der Feder von Sönke Torpus, der seit einiger Zeit im Szeneviertel Hamburg-Ottensen lebt.

Hier streunt er umher, sammelt Eindrücke, die er dann in Nordriesland verarbeitet.

„Der Spannungsbogen zwischen Natur und Niemandsland auf der einen Seite, dem urbanen Leben mit von mir beobachteten Menschen auf der anderen Seite, hat die Songs des neuen Albums geprägt.“

Ottensen ist  ein quirliges Dorf mit engen Gassen, vermittelt Dichte und bietet viele Eindrücke. Augen auf, aufsaugen: „Ich brauche die Stadt als Inspiration, das habe ich im vergangenen Jahr über mich selbst gelernt.“

Torpus berichtet so im „Dawn Song“ über sein Lieblingscafé samt Kellnerin, erzählt vom Grab des Dichters (Klopstock) und der Wiese, auf dem ein Bärtiger residiert. Das klingt dann fast wie bei Paul McCartney, mit dem ihn eine unüberhörbare Nähe verbindet. Sehr gefühlvoll ist hingegen der Song „Water“ als Gegenpol, eine Hommage an die verstorbene Großmutter, die die Meeresnähe liebte. So oft es ging, fuhr sie nach Dagebüll; ging baden.

Die heimatliche Nordsee kann man beim Hören dieser CD förmlich  riechen. Eigentlich kein Wunder, denn das Album wurde im  Studio WattnSound am Mitteldeich aufgenommen, im Klassenzimmer einer ehemaligen Grundschule.

Das Gesamtkunstwerk strahlt Ruhe und Gelassenheit aus, mit Songs zum Hineinlegen und Zuhören.

Erst nach dem letzten Album ist die Band richtig zusammengewachsen, hat gemeinsam an den Songs gearbeitet. Die Schwedin Jenny Apelmo am Kontrabass gehört jetzt fest dazu. „Beim Vorgängeralbum war es eher so: Der Songwriter kommt ins Studio und die Band spielt was dazu. Jetzt ist der musikalische Einfluss der ganzen Band viel größer, das ist viel mehr eine Band-Platte geworden. Wir haben im Vorfeld mehr ausprobiert und viel mehr Lust gehabt, wie eine Band zu klingen“, erklärt Torpus. „Die letzte Platte war noch ein Suchen. The Dawn Chorus ist, was wir gefunden haben – eine kompakte Geschichte, die rund ist und zusammenpasst.“ Der Country-Folk kommt eine Spur freier und losgelöster aus den Boxen. Weniger Instrumente, kompakter, knackiger. „Ich bin der Meinung, dass wir es gut geschafft haben, die Energie, die wir live haben, einzufangen. Das ist uns mehr als auf jeder anderen Platte gelungen.“

Ein Tipp zum Reinhören: Mit „Two Hearts“ hat Melf Petersen seinem Nordfriesland eine kleine Hymne geschrieben! (pre)