Die Wochenschau

Narzissenfest: Vom 24. bis 26. April auf Hof Hilligenbohl

"Ein gelbes Blütenmeer"

19. April: 

Auch lange nach Ostern blühen die Narzissen auf Hof Hilligenbohl noch in voller Pracht. Die Blütezeit der über 120 verschiedenen Sorten verzaubert den Garten von Ende März bis Anfang Mai. Drei Tage lang – vom 24. bis 26. April, jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr  – können sich die Besucher beim Narzissenfest an der Blütenpracht erfreuen und  auch nach Herzenslust stöbern.

Seit fast 20 Jahren lädt die Familie Kirchner auf ihren Hof Hilligenbohl in den Kleiseerkoog ein, um ihre Blütenpracht der mehr als 70.000 Narzissen einem breiten Publikum vorzuführen  - und das bei hoffentlich idealen Witterungsbedingungen. Die frühen Sorten blühen noch und die späten Sorten beginnen gerade ihre Blüten zu öffnen. Drei Tage lang – vom 24. bis 26. April, jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr – können sich die Besucher nicht nur an der Blütenpracht erfreuen, sondern auch nach Herzenslust an bunten Marktständen einkaufen, vom erlesenen Kunsthandwerk über eine große Gewürzvielfalt bis hin zu leckeren Süßigkeiten. Darüber hinaus warten Imbissgerichte und vor allen Dingen wieder viele leckere hausgemachte Torten auf die Besucher.

Viele Narzissenarten werden wieder um die Wette blühen und den lang ersehnten Frühling einläuten. Hier kann der Besucher wieder inmitten von mehr als 100 Narzissensorten pure Lebensfreude tanken.

Eigens für die kleinen Besucher ist ein Kinderzelt eingerichtet, in dem es viele kreative Anregungen für Kinder und Eltern gibt, die Lust am Spielen und Basteln haben. Kinder, Jugendliche bis 18 Jahre und alle Geburtstagskinder haben freien Eintritt. Für Erwachsene kostet es fünf Euro. (jut)

Versöhnung: Ein Staffellauf von Putten nach Ladelund

"Noch 18 Gästebetten gesucht"

19. April

Ladelund. Rund 700 Kilometer beträgt die Laufstrecke vom niederländischen Ort Putten bis ins nordfriesische Ladelund. Beide Orte verbindet seit über 70 Jahren eine schicksalhafte Gemeinschaft: Zahlreiche Männer aus Putten wurden 1944 im Ladelunder KZ-Außenlager vom Naziterror umgebracht. Seither versuchen viele Menschen beider Orte gemeinsam die grausame Vergangenheit zu verarbeiten. Die „Versöhnung über Gräbern“ zwischen Ladelundern und Puttenern wurde zu einem für ganz Deutschland vorbildlichen Weg internationaler Versöhnungsarbeit.

Als weiterer Akt dieser Erinnerungs- und Versöhnungskultur dient nun ein vom Puttener Michel Kooij organisierter Staffellauf von Putten nach Ladelund. Start ist am 28. April in Putten, wo der dortige Bürgermeister und zwei Abgeordnete des Europaparlaments das Läuferteam und deren Begleiter verabschieden. Das niederländische Fernsehen wird den gesamten Lauf begleiten. Die Strecke führt über Meppen, Viersen, Aurich, Sandbostel, Neuengamme, Wedel, Tellingstedt und Husum zum früheren Bahnhof Achtrup. Hier kamen 1944 – zusammengepfercht in Viehwaggons – rund 3.000 KZ-Häftlinge aus dem KZ Neuengamme an, darunter auch viele Puttener. Sie mussten bei schlechtesten Wetterbedingungen, vielfach barfuß und unzureichend bekleidet von Achtrup-Bahnhof zu Fuß zum Ladelunder KZ laufen.

Jetzt sind alle Menschen der Region aufgerufen, die Läufer aus Putten am 2. Mai ab 12.00 Uhr von Achtrup Bahnhof bis nach Ladelund zu begleiten. „Wir werden langsam gehen, nicht joggen“, informiert Sighardt Baumgardt vom Ladelunder Kirchengemeinderat. „Es soll ein friedlicher Spaziergang werden, an dem die ganze Familie teilnehmen kann. Es wird keine Demonstration! Es gibt auch keine Plakate.“

Beide Ladelunder Bürgerbusse fahren am 2. Mai ab 10.00 Uhr im Pendelverkehr nach Achtrup, um Teilnehmer kostenlos an den Startplatz zu bringen. Ein kleines Problem gilt es aber noch zu lösen. „Uns fehlen noch 18 Betten in Ladelund oder in den Nachbargemeinden, um alle Gäste aus Holland privat unterbringen zu können“, informiert Gudrun Jessen-Hansen von Gedenkstättenausschuss. „Dabei handelt es sich um die Nacht von 2. auf den 3. Mai und Frühstück am 3. Mai.“ Bettenmeldungen bitte an Anke Möller, Tel. 04666-236, im Kirchengemeindebüro oder nach 17.00 Uhr und am Wochenende an Gudrun Jessen-Hansen, Tel.  04666- 541. (jut)