Die Wochenschau

Mercedes-Benz Windsurf World Cup: Vom 30. Sept. bis 9. Okt. auf Sylt

"Windsurfer-Elite am Start"

25. September: 

Mit dem Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt beginnt am Donnerstag, 30. September, die größte Windsurf-Veranstaltung der Welt in Westerland. Beim einzigen Super Grand Slam der PWA World Tour stehen sich bis Sonntag,  9. Oktober, die besten Sportler in den Disziplinen Waveriding, Freestyle und Slalom gegenüber. Wie im vergangenen Jahr rechnen die Veranstalter des größten Windsurf-Events der Welt, dem Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt,  mit rund 200.000 Besuchern, die vom 30. September bis zum 9. Oktober auf der Westerländer Kurpromenade und am Brandenburger Strand Spitzensport, ein attraktives Rahmenprogramm und wilde Partys erleben können.  Das Wassersport-Highlight ist Saison-Höhepunkt und einziger Super Grand Slam der PWA Weltserie, bei dem ein Gesamtpreisgeld von 120.000 Euro ausgeschüttet wird.

Ein Wehrmutstropfen vor allem für die deutschen Fans ist die schwere Verletzung des aktuellen Weltmeisters Philip Köster. Der Wellenreiter zog sich beim Training in Australien eine komplizierte Knieverletzung zu und muss monatelang pausieren. Damit kann der dreimalige Champion weder seinen WM- noch seinen Sylt-Titel verteidigen. Der 22-Jährige hatte nämlich 2012 den letzten Waveriding-Wettbewerb, der in Westerland ausgetragen werden konnte, gewonnen.

„Es tut schon weh, bei diesem Mega-Event vor den vielen Zuschauern nicht dabei sein zu können. Ich hätte gerne meinen Sieg von vor vier Jahren wiederholt und den Zuschauern eine tolle Show geboten. Stattdessen werde ich mich voll auf die Reha konzentrieren und wünsche dem Veranstalter endlich einmal Glück mit dem Wind. Dem deutschen Team drücke ich fest die Daumen“, meldete sich Köster nach seiner Operation aus einer Hamburger Klinik.       

Aber auch ohne ihn sind die deutschen Waverider wie zum Beispiel Dany Bruch von Teneriffa, der Hamburger Klaas Voget, Florian Jung aus Saarbrücken oder der Kieler Leon Jamaer immer für einen vorderen Platz gut. Noch besser stehen die Chancen des fulminanten Damen-Duos Steffi Wahl und Lina Erpenstein, Nummer vier und fünf der Waveriding-Weltrangliste. Die 38-jährige Kielerin und die halb so alte Wellenreiterin aus Aschaffenburg können durchaus in die Nähe des Podiums oder sogar aufs Treppchen springen.

Im Slalom hoffen die Fans nach den dänischen Höhenflügen von Kördel und Langer, dass auf Sylt endlich wieder ein Deutscher unter den besten Zehn landet. Für die Freestyler geht es um alles, am Brandenburger Strand wird ihr neuer Weltmeister ermittelt. Der Mercedes-Benz Windsurf World Cup ist der letzte Saison-Stopp für die Board-Akrobaten, bei denen Amado Vrieswijk von Bonaire und der sechsmalige WM-Champion Jose „Gollito“ Estredo aus Venezuela die besten Erfolgsaussichten haben.

Um den Zuschauern noch mehr Action zu bieten, wurde beim Wassersport-Spektakel auf Sylt der neue Trendsport  Foil in das Programm aufgenommen. Diese junge Racing-Disziplin kann schon bei zwei bis drei Windstärken gestartet werden, was durch die schwertartige Verlängerung unter dem Board möglich wird.

Dieses Foil hebt Board und Surfer ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser, ab fünf Knoten wechselt das Brett in den Flugmodus. Der Fahrer gleitet dann wie auf einer Tragfläche über das Meer und kann wegen des geringeren Wasserwiderstandes schon bei schwachem Wind hohe Geschwindigkeiten erreichen.

HSG Nord NF: Handballer sind zurück in der Schleswig-Holstein-Liga

"Im ersten Heimspiel schon unter Druck"

25. September

Die Handballer der HSG Nord-NF sind zurück in der Schleswig-Holstein-Liga. Nach dem etwas unglücklichen Abstieg vor einem Jahr wegen Punktabzügen, schafften die Nordfriesen als Meister der Landesliga Nord den direkten Wiederaufstieg. „Sportlich hatten wir den Klassenerhalt damals geschafft, aber wegen eines fehlenden Stempels in einem Spielerpass wurden usn neun Punkte abgezogen. Mit etwas Wut im Bauch sind wir damals in die Saison gestartet und wollten trotz des großen Umbruchs und der Verjüngung der Mannschaft die Meisterschaft. Das haben wir mit einer glänzenden Teamleistung und einer super Hinrunde geschafft“, blickt HSG-Trainer Jan Tuschke auf das letzte Jahr zurück.

Der Auftakt in der SH-Liga ging für die HSG etwas daneben, die Handballer mussten sich am letzten Sonnabend beim Mitkonkurrenten TSV Mildstedt mit einer knappen 32:34-Niederlage geschlagen geben. Jetzt steht die Truppe von Jan Tuschke im ersten Heimspiel gegen den Büdelsdorfer TSV am Sonnabend, 24. September, um 16.30 Uhr im Sportzentrum Süderlügum schon etwas unter Druck. „In jedem Fall hat das erste Saisonspiel bestätigt, dass wir vor einer sehr schweren Spielzeit stehen. Für den  angestrebten einstelligen Tabellenplatz müssen wir im Vergleich zum ersten Spiel ordentlich zulegen. Das Auftaktprogramm ist dabei schon ein ganz wichtiger Faktor. Gegen Büdelsdorf ist ein Sieg eigentlich schon Pflicht, denn danach geht es gegen Lübeck, Mönkeberg und Kronshagen. Da kann das Ganze, wenn es schlecht läuft, schon ungemütlich werden“, so der neue HSG-Liga-Manager Ingo Breuel.

Die HSG hat sich vor der Saison mit den Zugängen Daniel Böhmer (Bredstedter TSV), Christopher Barth (TSV Hürup) gezielt verstärkt, strebt einen einstelligen Tabellenplatz an. „Potential, vor allem spielerisch, ist in jedem Fall vorhanden um eine gute Rolle zu spielen. Allerdings müssen wir uns schnell an die im Vergleich zur Landesliga deutlich härtere Gangart gewöhnen. Zudem werden Fehler in der SH-Liga halt in der Regel sofort bestraft“, gibt sich Jan Tuschke trotz der Auftaktniederlage optimistisch, das Ziel auch zu erreichen. 

„Wichtig werden vor allem die Heimspiele sein. Zu Hause mit unseren Zuschauern im Rücken, müssen wir den Grundstein legen, und wenn wir dann Auswärts den einen oder anderen Punkt einfahren können, sollten wir in der Tat mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Die Neuen sind nicht wirklich Neue, sondern haben schon bei uns gespielt. Dementsprechend ist das Team auch gut eingespielt. Es fehlt jetzt noch ein wenig die Feinjustierung. Allerdings sind Prognosen immer so eine Sache. Ein paar verletzte Spieler, und schon wird alles über den Haufen geworfen“, so der HSG-Coach.

Ein Sieg gegen den Büdelsdorfer TSV beim Heimdebüt – und die Welt wäre für die HSG wieder in Ordnung. Das nächste Auswärtsspiel absolviert die HSG Nord NF am Sonnabend, 1. Oktober, um 18 Uhr bei TuS Lübeck, das nächste Heimspiel findet am Sonnabend, 8. Oktober, um 16.30 Uhr gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen in der NF-Halle in Leck statt. (pu)

Bildunterschrift: Mannschaftsfoto mit Sponsoren und Förderer der HSG Nord NF: Die Handballer  wollen nach dem Wiederaufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga eine ruhige Saison ohne Stress oder Abstiegssorgen spielen. Foto: Pustal