Die Wochenschau

Einkaufen vor Ort: Stärkt den Einzelhandel, belebt die Gemeinde

"Hier leb ich` - Hier kauf` ich"

24. April: 

Heutzutage müssen sich immer mehr lokale Geschäfte mit der Konkurrenz aus dem Internet auseinander setzen.  

Dabei bietet der Einkauf vor Ort nach wie vor zahlreiche Vorteile. So gehört zu einem richtigen Einkaufsvergnügen beispielsweise ein ausgiebiger Schaufensterbummel. Darüber hinaus bieten nur die Fachhändler vor Ort eine kompetente Beratung und umfassende Serviceleistungen für ihre Kunden an. Der Einkauf vor Ort  fördert zudem die Vielfalt der lokalen Geschäftswelt und sorgt somit für attraktive Innenstädte.     

Aus diesen und weiteren Gründen unterstützt die WochenSchau die Aktion „Hier leb ich - Hier kauf ich“, die sich für den lokalen Einkauf einsetzt.  Mehr zum Thema erfahren Sie auf den Sonderseiten 9-23

Kaufe vor Ort: Der Arbeitskreis Wirtschaftsförderung Niebüll hat Umfrage gestartet

"Wir wollen den Standort optimieren"

24. April

Es war wohl einer dieser besonderen Zufälle im Leben.  Nach einer Tagung der Verwaltung der Stadt  in Sankelmark vor und einem Jahr kamen die Mitwirkenden zu dem Ergebnis,  die Wirtschaft in der Stadt  nach ihrer Zufriedenheit und ihren  Wünschen zu befragen, um sie so besser unterstützen zu können.  Zeitgleich und unabhängig davon tagte auch der Vorstand des HGV Niebüll und kam zu einem ähnlichen Fazit. Zufällig erfuhren beide voneinander – und taten sich zusammen zu einem Arbeitskreis Wirtschaftsförderung Niebüll. „Es ist doch Unfug, dass wir beide an demselben Thema arbeiten“, erklärte Peter Schumann, der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Wirtschaft.

Um keinen Konkurrenzgedanken bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland  aufkommen zu lassen, informierte der Arbeitskreis Dr. Matthias Hüppauff. Der war sehr angetan von der Idee einer Befragung und stellte seinen Mitarbeiter Tilmann Meyer, zuständig für das Regionalmanagement, dafür ab. Und – wie der Zufall es so will – fanden die AK-Mitglieder noch in Professor Dr. Anja Wollesen  vom Institut für Management und Touristik  an der Fachhochschule Heide eine sehr kompetente Unterstützung in den eigenen Mauern, denn die Professorin wohnt in Niebüll. „Sie hat sofort zugestimmt, ehrenamtlich bei uns mitzuarbeiten“, freuen sich Karl-Heinz Christiansen und Uwe Christiansen.

Also stand das Team – jetzt ging es um die eigentliche Arbeit. Die Stadt ist vertreten durch Bürgermeister Wilfried Bockholt, Bürgervorsteher Uwe Christiansen und dem Wirtschaftsausschussvorsitzenden Peter Schumann. Für den HGV Niebüll sind Karl-Heinz Christiansen und Ottmar Grün dabei,  die Wirtschaftsförderung Nordfriesland ist vertreten durch Tilmann Meyer und die Fachhochschule Westküste  (FHW) in Heide durch die Professorin Dr. Anja Wollesen. „Wir haben dann einen Fragenkatalog über die Zufriedenheit der Unternehmen mit dem Standort Niebüll erarbeitet, dank des Sachverstandes von Anja Wollesen. Sie gab den Roten Faden“, erklärte Karl-Heinz Christiansen.  Um die Fragen in der Realität zu testen, begann Anja Wollesen eine qualitative Befragung in elf ausgewählten Betrieben der Stadt. Aus dieser Erfahrung wurde dann der endgültige Fragenkatalog entwickelt. Von den 455 eingetragenen Niebüller Unternehmen wurden 330 befragt. Die Auswertung erfolgt derzeit und wird dann auch der Öffentlichkeit präsentiert. „Unser Ziel war einen Rücklaufquote von 30 Prozent, die haben wir deutlich überschritten“, konnte Peter Schumann schon einmal vermelden.

Bernd Neumann,  Erster Stadtrat und Stellvertreter von Bürgermeister Wilfried Bockholt, ist schon jetzt begeistert von der Arbeit des Arbeitskreises. „Mein Dank gilt den Initiatoren, die hier auf freiwilliger Basis ehrenamtlich arbeiten. Das hat einen unschätzbaren Wert für die Stadt. Das ist einen sensationelle Sache!“

Wie die Ergebnisse der Befragung letztlich umgesetzt werden und zu welchen Maßnahmen sie führen werden, ist noch völlig offen. „Darüber  müssen wir dann reden. Wir müssen etwas tun, um als Stadt auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Dann sind wir ein ganzes Stück voran“, lautet das Credo aller AK-Mitwirkenden.

Im Jahr 2015 lag das Gewerbesteuervolumen der Stadt Niebüll bei 8,4 Millionen Euro. Das Gewerbegebiet Ost soll um 20 Hektar erweitert werden. „Das, was wir machen, soll zum Wohle der Betriebe in allen Gewerbegebieten und auch in der Innenstadt sein“, strich Peter Schumann heraus. (pu)

Bildunterschrift: Sie wollen die Wirtschaft in Niebüll weiter voranbringen (v.li.): Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaftsförderung Niebüll Peter Schumann, Bernd Neumann, der den Bürgermeister Wilfried Bockholt vertritt, Uwe Christiansen und Karl-Heinz Christiansen. Foto: Pustal